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Hier finden Sie einen Überblick über aktuelle Nachrichten rund um das Thema nachhaltige Konsum- und Produktionmuster. Sie können aber auch direkt auf die folgenden News-Rubriken zugreifen:

> Der Nationale Dialogprozess Nachhaltiger Konsum
> Neues aus BMU und UBA

> Internationale Aktivitäten im Rahmen des Marrakesch Prozesses

> Szene - Aktivitäten anderer Akteure
> Die Initiative Nachhaltig Handeln.
> Veröffentlichungen
> Termine

 

Fachgespräch "Umwelt- und Sozialstandards in der Textil- und Schuhbranche"
Am 9. Juni fand im Umweltbundesamt in Berlin ein Fachgespräch zum Thema "Umwelt- und Sozialstandards in der Textil- und Schuhbranche" statt, an dem rund 35 Experten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft teilnahmen. Das Gespräch begleiteten drei übergeordnete Fragen: 1) Wie können europäische Umweltstandards, die so genannten besten verfügbaren Techniken (BVT), in der Lieferkette der Textil- und Schuhbranche verankert werden? 2) Welche Unterstützung benötigt der Handel dabei? 3) Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich in diesem Zusammenhang für die Vermarktung und die Verbraucherinformation, etwa bei der Weiterentwicklung von Umweltzeichen?

Die Ergebnisse der vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebenen Studie zur Förderung der Anwendung von BVT in Entwicklungs- und Schwellenländern flossen in das Fachgespräch ein.  Weitere Vorträge erläuterten die Sichtweise von Verbrauchern, Handelsunternehmen und Zertifizierern. Zudem erhielten die Teilnehmer Einblick in die derzeit laufenden Vorarbeiten zur Zertifizierung von Textilien und Schuhen mit dem blauen Engel. Auf Grundlage dieser Impulsbeiträge diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgende Fragen:

  • Wie lässt sich die Kennzeichnungsvielfalt eindämmen und ein aussagekräftiges Label entwickeln, das sowohl ökologische als auch soziale Kriterien erfasst?
  • Sind freiwillige Maßnahmen ausreichend oder bedarf es unabhängiger Kontrollen? Welche Rolle soll der Staat dabei spielen?
  • Bestehende Mechanismen erfassen häufig nur die erste Ebene der Zulieferer: Wie lässt sich auch die weitere Vorkette erfassen?

Die komplette Tagungsdokumentation zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

 


 

4. Innovationskonferenz des BMU weist den Weg zu neuer Politik für Wachstum, Beschäftigung und Nachhaltigkeit
Um die Herausforderungen unserer Zeit bewältigen zu können, brauchen wir innovative Konzepte für ein neues, nachhaltiges Wachstum. Das betonte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel in Berlin bei der Eröffnung der Konferenz "Green Recovery - Eine neue Politik für Wachstum, Beschäftigung und Nachhaltigkeit" vor rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. In einem Strategiepapier zur wirtschaftlichen Modernisierung Deutschlands analysieren Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die ökonomisch-ökologischen Herausforderungen und entwerfen eine Strategie für neues, nachhaltiges Wachstum. Für eine derartige "green recovery" bedürfe es nicht nur den Stimulus der Konjunkturpakete, sondern einer Strategie für langfristiges kohlenstoffarmes, ressourceneffizientes und faires Wirtschaftswachstum. "Eine wirtschaftliche Umbruchsituation eröffnet die Chance für eine nachhaltige Neuordnung. Durch zukunftsorientierte Investitionen entsteht die Chance, Innovation gezielt voranzutreiben und die Prozesse und Produkte der Zukunft zu entwickeln", heißt es in dem Papier.

Um den Wandel zu gestalten und den Weg zu ressourceneffizientem, kohlenstoffarmem Wachstum zu beschreiten, plädieren Steinmeier und Gabriel für eine neue Fortschrittsidee. Denn das Wirtschafts- und Entwicklungsmodell der traditionellen Industriegesellschaften sei kein Vorbild für das 21. Jahrhundert. Die Antwort auf die aktuellen Herausforderungen könne aber auch nicht in einem Verzicht auf globale Entwicklung und Wirtschaftswachstum bestehen. "Wir müssen unser Wirtschaftsmodell neu justieren und Innovationen ins Zentrum unseres Wirtschaftens stellen", so die Autoren.

Hintergrundinformationen, das Strategiepapier sowie die Beiträge zur Konferenz unter: http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/44402.php

 


 

2. Auflage Umwelttechnologie-Atlas "Green Tech made in Germany 2.0"
Umwelttechnologien und Umweltinnovationen entwickeln sich weiter zu einem Motor für Wachstum und Beschäftigung. Dies belegt nach Ansicht des Bundesumweltministers Sigmar Gabriel der neue Umwelttechnologie-Atlas für Deutschland, den er am 07. Mai 2009 der Öffentlichkeit mit dem  Titel "Green Tech made in Germany" vorstellte. Ihm ist zu entnehmen, dass Umwelttechnologien im Jahr 2007 rund acht Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts erwirtschafteten. Bis 2020 wird sich dieser Anteil voraussichtlich auf 14 Prozent erhöhen. Weltweit verdoppelt sich der Umsatz der Umweltindustrien bis zum Jahr 2020 auf annähernd 3.200 Milliarden Euro, prognostiziert der Atlas. Die erste Auflage ging noch von 2.200 Milliarden Euro im Jahr 2020 aus. Alleine diese Kennziffer konnte innerhalb von zwei Jahren um knapp 50 Prozent nach oben korrigiert werden, und das vor dem Hintergrund einer sinkenden Weltkonjunktur.

Der Umwelttechnologie-Atlas basiert auf einer Befragung von rund 1300 Umwelttechnikunternehmen und 200 Forschungseinrichtungen in Deutschland. Im Fokus stehen sechs Leitmärkte der Zukunft: Umweltfreundliche Energieerzeugung, Energieeffizienz, Rohstoff- und Materialeffizienz, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Wasserwirtschaft und nachhaltige Mobilität. Der Atlas kartografiert die Zukunftsbranche „green tech“: Er untersucht das Leistungsvermögen der Umwelttechnologie in Deutschland, in den Bundesländern und bei den wichtigsten internationalen Wettbewerbern (USA, Japan, Brasilien, Russland, Indien, China). Mit seinen Analysen, Schaubildern und Karten informiert der Atlas über wirtschaftliche Potenziale und Prognosen.

Weitere Informationen unter: http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/43956.php

 


 

Politische Handlungsoptionen für ein nachhaltiges Ressourcenmanagement
Grund für ein nachhaltiges Ressourcenmanagement ist das begrenzte Ressourcenangebot, der regional und global eingeschränkt belastbare Naturhaushalt sowie die normative Erwägung, Ressourcen zugunsten künftiger Generationen und unmittelbar Bedürftiger zu schonen. Das vorliegende Papier gibt einen Überblick über potenzielle Handlungsoptionen und Instrumente der Ressourcenpolitik. Der erste Teil erörtert politische Erfordernisse, Legitimationsfragen und Hemmnisse und arbeitet Leitlinien der Ressourcenpolitik heraus. Auf dieser Basis entstehen Instrumentenbündel aus modernen Regulierungsformen, vertraglichen Vereinbarungen, ökonomisch-fiskalischen Anreizen, innovationspolitischen Instrumenten und Exportförderung im Bereich Recycling. Das Arbeitspapier entstand im Projekt "Materialeffizienz & Ressourcenschonung" (MaRess).

Das Arbeitspapier zur Ressourcenpolitik sowie weitere Informationen zum Projekt „Materialeffizienz&Resourcenschonung“ sind unter http://ressourcen.wupperinst.org/de/home/index.html  abrufbar.

 


 

Wie geht es mit dem Marrakesch Prozess weiter?
Mit Blick auf den für die kommenden beiden Jahre 2010/2011 bevorstehenden Review-Prozess der Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD) zum globalen Marrakesch-Prozess zur Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster haben die UN Division for Sustainable Development (UNDESA) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) eine Roadmap ausgearbeitet. Diese beschreibt zentrale Meilensteine des politischen Prozesses auf internationaler Ebene. Gemäß Auftrag des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung im Jahr 2002 bereitet die Roadmap die Verabschiedung eines neuen, globalen 10-Jahres-Rahmenprogramms zur Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster für die  im Mai 2011 geplante Sitzung der Kommission für nachhaltige Entwicklung vor.

Die Kommission für nachhaltige Entwicklung beabsichtigt auf ihrer Sitzung im Mai 2010, die bisherigen Ziele, Zusagen sowie Aktivitäten zum Marrakesch-Prozess zu überprüfen (sog. Policy review). Zur Vorbereitung dieses Review-Prozesses bereiten die verantwortlichen Organisationen der Vereinten Nationen einen Beitrag zum Bericht des Generalsekretärs der Vereinten Nationen vor. Dieser soll den aktuellen Sachstand zur Umsetzung der Forderungen des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung in diesem Handlungsfeld widerspiegeln. Die einzelnen Länder sind aufgefordert, bis spätestens Ende 2009 Berichte über ihre Aktivitäten zur Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster den Vereinten Nationen vorzulegen.

Parallel hierzu gibt es erste Eckpunkte für ein neu zu verhandelndes, globales 10-Jahres-Rahmenprogramm zur Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmsuter durch UNDESA und UNEP in Kooperation mit dem Advisory Committee zum Marrakesch-Prozess (bestehend aus Vertretern von Mitgliedstaaten und Interessensgruppen unter Leitung von Deutschland). Ein dritter Entwurf ist für Anfang Juli 2009 vorgesehen, zu dem bis Dezember 2009 Stellung genommen werden kann. Bis zum Sommer 2010 soll dann ein erster offizieller Entwurf des neuen Rahmenprogramms vorliegen, der als Grundlage für die politischen Verhandlungen bis zur Sitzung der Kommission für nachhaltige Entwicklung im Mai 2011 dient. Um die regionalen Prioritäten und Zielsetzungen für den anstehenden Review-Prozess in den Jahren 2010/2011 zu konkretisieren, finden im Zeitraum Ende Juni – Ende Dezember 2009 regionale Vorbereitungskonferenzen statt:  Ende Juni 2009 in Addis Abeba, Äthiopien, für die Region Afrika,  Dezember 2009 für Europa, an der gemäß der UN Economic Commission for Europe (UNECE) auch die USA und Kanada teilnehmen.

Weitere Informationen zum Marrakesch-Prozess und der Roadmap unter: http://esa.un.org/marrakechprocess/roadmapcsd.shtml (nur englisch) 

 


 

Fünftes Treffen der Task Force on Sustainable Tourism Development
Vom 20. bis zum 22. April 2009 kam in Marrakesch die International Task Force on Sustainable Tourism Development, eine von insgesamt sieben themenspezifischen Arbeitsgruppen zum Marrakech-Prozess, zu ihrem fünften Meeting zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Verabschiedung von Politikempfehlungen, welche die Task Force seit ihrer Gründung 2006 erarbeitet hat und die nun in die Sitzungen der  UN Division for Sustainable Development 2010/2011 eingespeist werden sollen. Zudem diskutierten die Teilnehmer aus verschiedenen europäischen, afrikanischen, asiatischen und mittelamerikanischen Ländern eine mögliche Umwandlung der Task Force in ein UN Partnership for Sustainable Development.  Ein weiteres Thema war die Ausbreitung der Task Force-Projekte im Mittelmeerraum. Mohamed Boussaid, Tourismusminister der marokkanischen Regierung, unterstrich in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Tourismus als Motor für Wirtschaftswachstum und soziale Entwicklung und betonte, Nachhaltigkeit sei ein Schlüsselelement der nationalen Tourismusstrategie.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie unter: http://www.veilleinfotourisme.fr/taskforce

 


 

Arbeitsprogramm zum EU-Einzelhandelsforum für Nachhaltigkeit vorgelegt
Wie bereits in der letzten Ausgabe des Newsletters im April 2009 berichtet, ist am 03. März 2009 das EU-Einzelhandelsforum für Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion durch EU-Kommission und Einzelhandelsunternehmen konstituiert worden. Die Einrichtung eines EU-Einzelhandelsforums ist wichtiger Baustein des von der EU-Kommission im Juli 2008 veröffentlichten Aktionsplans zur Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster. In Zusammenarbeit zwischen Handel, EU-Kommission und teilnehmenden Stakeholdern (z. B. europäische Umwelt- und Verbraucherverbände) sind Themenfelder für ein Arbeitsprogramm des EU-Einzelhandelsforums identifiziert worden, das anlässlich der 2. Sitzung des Forums am 02. Juli 2009 vorgestellt wird.

Geplant sind insgesamt drei Sitzungen im laufenden Jahr 2009 sowie jeweils vier Sitzungen in den beiden Folgejahren 2010/2011. Bei jeder Sitzung steht ein konkretes Thema im Vordergrund der Diskussion und wird in der Regel bei der folgenden Sitzung zum Abschluss gebracht. Gegebenenfalls werden Themen zusätzlich im Rahmen einer weiteren Sitzung im kleineren Kreis vertiefend behandelt. Für das Jahr 2009 stehen folgende Themen an: Energieeffizienz in Geschäften, Optimierung der Vertriebssysteme sowie Marketing und effektive Kommunikation. Weitere Themen für die Folgejahre sind u. a. „nachhaltiges Holz“, „Lebenszyklusdaten und Konsumprodukten“, „Kennzeichnung, aber auch „Verpackungsoptimierung, Abfallminimierung“, „nachhaltiger Fisch“ sowie „Transportmix und Unternehmensmobilität“. Zu jedem Thema wird ein so genanntes „Issue Sheet“ als Diskussionsgrundlage entwickelt. Diese Dokumente fassen die Herausforderung, den Sachstand und gute Praktiken bzw. Anregungen für Verbesserungen zusammen. Sie stellen gleichzeitig eine Arbeitsgrundlage und ein sichtbares Ergebnis des Einzelhandelsforums dar.

Um die Außenwirkung des Forums zu stärken finden im Juli 2010 und im Juli 2011 Jahresveranstaltungen im größeren Rahmen statt.

Weitere Informationen zum Forum finden Sie beim HDE (http://www.einzelhandel.de/servlet/PB/menu/1095178/index.html) sowie bei der EU-Kommission (http://ec.europa.eu/environment/industry/retail/index_en.htm). Mitgliedern und registrierten Stakeholdern stehen alle Dokumente im Intranetsystem „Circa“ der EU-Kommission zur Verfügung.

 


 

Fair Trade in Deutschland und weltweit weiter auf dem Vormarsch
Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden sich beim Einkauf für fair gehandelte Produkte. Auf ihrer Jahrespressekonferenz präsentierte die Siegelorganisation TransFair e.V. Kennzahlen aus ihrem Jahresbericht 2008.  Demzufolge kauften Verbraucherinnen und Verbraucher Fairtrade-Produkte im Wert von 213 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung um rund 50 Prozent. Besonders große Zuwächse gab es bei Rosen (+138 Prozent), Zucker (+91 Prozent) und Fruchtsäften (+80 Prozent). Lediglich der Absatz von fair gehandelten Bananen sank um 11 Prozent. Mehrere Handelsketten hatten diese aus dem Sortiment genommen. Die 870 zertifizierten Produzenten-Organisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika konnten 2008 mehr als 33 Millionen Euro Direkteinnahmen allein über den deutschen Markt erzielen. Der faire Handel boomt nicht nur hier: Auch in Frankreich, Großbritannien und den skandinavischen Ländern sind Fairtrade-Produkte weiter auf dem Vormarsch. Weltweit kauften Verbraucherinnen und Verbraucher fair gehandelte Waren im Wert von 3,2 Milliarden Euro und gaben somit 41 Prozent mehr aus als im Vorjahr.

Der TransFair-Jahresbericht ist abrufbar unter: http://www.transfair.org/fileadmin/user_upload/_____PDF_____/materialien/zumdownload/Jahresbericht_0809.pdf

 


 

Blueprint for European Sustainable Consumption and Production
Das Europäische Umweltbüro (EEB) und das SCORE! (Sustainable Consumption Research Exchange) Network haben unter dem Titel "Blueprint for European Sustainable Consumption and Production: Finding the path of transition to a sustainable society" einen Entwurf vorgelegt, in dem sie konkrete Maßnahmen für den Übergang zu nachhaltigeren Konsum- und Produktionsmustern in Europa skizzieren. Die Strategien auf EU- und nationaler Ebene schreckten vor unangenehmen Wahrheiten zurück und vertrauten darauf, dass minimale Änderungen oder technologischer Fortschritt ausreichend seien, um nicht nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen zu überwinden, kritisieren EEB und SCORE!. Es müssten jedoch gerade die tieferliegenden Probleme angegangen und gesellschaftliche Strukturen sowie die gewohnte Art und Weise des Produzierens, Konsumierens und Wirtschaftens neu durchdacht werden. Dazu bedürfe es einer übergeordneten Strategie zu Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion, die als wichtige Richtschnur für die weitere Ausgestaltung einer nachhaltigen Entwicklung auf EU- und nationaler Ebene dient und in einen entsprechenden institutionellen Rahmen eingebunden ist. Wie eine solche Strategie aussehen könnte, welche konkreten Maßnahmen ihrer Ansicht nach ergriffen werden müssten und welche Institutionen jeweils die politische Führungsrolle in diesen Veränderungsprozessen übernehmen könnten, skizzieren die Autoren in ihrem Entwurf, mit dem Ziel, einen Anstoß für entschiedenes und zielgerichtetes Handeln auf politischer Ebene zu liefern.

Unter http://www.eeb.org/publication/general.html steht die Broschüre zum kostenlosen Herunterladen bereit.

 


 

Fahrrad leihen leicht gemacht - BMVBS fördert öffentliche Fahrradverleihsysteme
Mit dem bundesweiten Modellversuch "Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme" will das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) das Fahrrad als klima- und umweltfreundliches und noch dazu gesundes Verkehrsmittel fördern. Im Rahmen des Modellversuchs unterstüzt das Ministerium Städte und Kommunen beim Aufbau öffentlicher Fahrradverleihsysteme. Ziel ist es, Lärm und Co2-Emisionen zu senken und den lokalen Nahverkehr umweltschonender zu gestalten. Um den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) insgesamt zu attraktivieren und Autofahrer zum Umsteigen zu ermutigen, soll in den geförderten Modellprojekten das Fahrrad als vollwertiges Verkehrsmittel in den ÖPNV eingegliedert werden. Der Reisende soll von innovativen und nutzerfreundlichen Lösungen profitieren - wie etwa unkomplizierten Ausleih- und Rückgabevorgängen oder der garantierten Fahrradverfügbarkeit für Pendler.

Ausführliche Informationen zum Modellversuch "Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme" sind erhältlich unter:
http://www.bmvbs.de/Verkehr-,1405.1070486/Bundesweiter-Modellversuch-Inn.htm

 


 

Nationales CSR-Forum einigt sich auf gemeinsames Verständnis von CSR in Deutschland
Bei seiner zweiten Sitzung hat sich das Nationale CSR-Forum auf ein "Gemeinsames Verständnis" zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility, CSR) verständigt. Demzufolge steht CSR für eine nachhaltige Unternehmensführung im Kerngeschäft, die in der Geschäftsstrategie des Unternehmens verankert ist. Gesellschaftlich verantwortliche Unternehmen zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie schonend und effizient mit natürlichen Ressourcen umgehen sowie sozial und ökologisch verantwortungsvoll produzieren, zugleich die Menschenrechte und die ILO-Kernarbeitsnormen einhalten und ihre internationale Durchsetzung fördern und Verbraucherrechte und Verbraucherinteressen achten. Sie beziehen interne und externe Stakeholder in die strategische Ausrichtung ihrer CSR-Aktivitäten mit ein und sorgen nach außen für Transparenz. Im Gegenzug ist es Aufgabe der Politik, ein förderliches Umfeld für CSR zu schaffen und mit notwendigen Rahmenbedingungen dafür zu sorgen, dass Unternehmen und die Gesellschaft gleichermaßen von CSR profitieren können. Das nationale CSR-Forum, ein Zusammenschluss von Experten aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik, unterstützt die Bundesregierung bei der Entwicklung einer nationalen CSR-Strategie. In diesem Zusammenhang hat es wichtige politische Aktionsfelder identifiziert:

  • die Förderung der Verbreitung von CSR bei Unternehmen,
  • die Glaubwürdigkeit und Sichtbarkeit,
  • die Stärkung von CSR in internationalen Zusammenhängen und
  • die Einbeziehung des Themas in Bildung, Ausbildung und Forschung.

Weitere Information sind erhältlich unter:
http://www.csr-in-deutschland.de/portal/generator/8262/090428__zweites__csr__forum.html

 


 

Geld oder Gewissen? Wie die Politik umweltfreundliche Produkte fördern sollte
Entscheidend beim Übergang zu nachhaltigeren Konsummustern und Lebensstilen ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher zum Kauf nachhaltiger Produkte zu motivieren. Welche Strategien die Politik hier verfolgen sollte und ob es finanzielle Anreizmechanismen oder doch eher verbesserte Informationsangebote sind, die den Käufer ansprechen, hat das Max-Planck-Institut für Ökonomik in Jena untersucht. Dabei sind die Forscher zu dem Ergebnis gekommen, dass ein mehrstufiges, zeitlich versetztes Verfahren, das beide Ansätze integriert, am erfolgversprechendsten ist. Während bei konventionellen Käuferschichten Informationsangebote häufig auf wenig Resonanz stoßen, wirken verfrühte finanzielle Anreize auf ökologisch bewusste Kaufinteressenten teilweise sogar abschreckend. Am effizientesten ist es demnach zunächst über Informationskampagne jene "grünen" Verbraucherinnen und Verbraucher anzusprechen, die bewusst neue Trends setzen und mit positivem Beispiel vorangehen wollen. Sie sorgen als Wegbereiter für eine erhöhte gesellschaftliche Akzeptanz, auf deren Basis dann finanzielle Anreizprogramme greifen und auch die breite Schicht der konventionellen Käufer zu nachhaltigerem Konsumverhalten animieren können.

Weitere Informationen unter:
http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/dokumentation/pressemitteilungen/2009/pressemitteilung20090330/

 


 

Die gesellschaftliche Verantwortung von Marken ist ein wichtiges Kaufkriterium
Die CSR-Strategieberater brands & values haben gemeinsam mit dem Markenverband den Ethical Brand Monitor (EBM) ins Leben gerufen und eine repräsentative Online-Befragung von 5.028 Verbrauchern in Deutschland durchgeführt. Das Ergebnis ist eindeutig: In Deutschland ist die gesellschaftliche Verantwortung von Marken ein wichtiges Kaufkriterium und die Verbraucherinnen und Verbraucher bevorzugen Marken, die sie als nachhaltig wahrnehmen. Für den EBM wurde anhand der ökologischen, ökonomischen und sozialen Verantwortung eines Unternehmens sowie der Unternehmensgrundsätze ein "Ethischer Markenwert" ermittelt, der starken Einfluss sowohl auf das Markenimage als auch auf das Verbrauchervertrauen hat. Erwartungsgemäß variiert die Bedeutung, die ethischen Aspekten beigemessen wird, jedoch stark. Die Autoren der Studie haben fünf verschiedene Konsumentengruppen identifiziert. So stehen den vielen "Kompromisslosen Idealisten" (61,3 Prozent), die ethische Kriterien für kaufentscheidend halten, wenige "Skeptische Verweigerer" (8,2 Prozent) gegenüber. Immerhin 60 Prozent der Konsumenten lassen sich der Studie zufolge jedoch als CSR-affin bezeichnen.

Im Internet finden Sie den Ethical Brand Monitor unter: http://www.ethicalbrandmonitor.de

 


 

Nachhaltigkeitsplattform www.nachhaltig-einkaufen.de online
Seit Ende Mai informiert www.nachhaltig-einkaufen.de Verbraucherinnen und Verbraucher zu den Themen Unternehmensverantwortung (CSR) und nachhaltiger Konsum. Das Informationsportal wurde im Rahmen des von BMU und UBA geförderten Projekts „Umwelt- und Sozialverantwortung im Einzelhandel – Mehr Transparenz durch Verbraucherinformation“ der Verbraucher Initiative erstellt. Dieses ist ein wichtiger Baustein der Gemeinschaftsaktion „Initiative Nachhaltig handeln.“ von Verbraucher Initiative e. V., Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt.

Immer mehr Menschen wollen nachhaltig konsumieren. Dies zeigt sich nicht zuletzt an den steigenden Umsatzzahlen von Bio- und Fair-Trade-Produkten. Doch das Erkennen von nachhaltigen Produkten und nachhaltig handelnden Unternehmen wird für Verbraucher schwieriger. Verständliche und schnell abrufbare Informationen, die Produkte und der dahinter stehende Unternehmen zu bewerten helfen, werden deshalb immer wichtiger.

Unter www.nachhaltig-einkaufen.de finden Verbraucher konkrete Informationen und praktische Tipps zu den Themen Unternehmensverantwortung (CSR) und nachhaltiger Konsum. Das Portal berät zum Beispiel zu den Rubriken „Klimafreundlich & Stromsparend“, „Umweltfreundlich & Tierschützend“ sowie „Fair & Sozial“. Weiterführende Links, ein Strom-Check-Rechner und eine Terminübersicht runden das Angebot ab.

Im Sommer 2009 werden die Ergebnisse einer derzeit von der Verbraucher Initiative durchgeführten, bundesweiten Befragung zum Umwelt- und Sozialverhalten von Einzelhandelsunternehmen auf der Website veröffentlicht. Kunden können sich dann über das nachhaltige Engagement von Einzelhandelsunternehmen informieren und dies bei ihren Einkaufsentscheidungen berücksichtigen.

Weitere Informationen: http://www.nachhaltig-einkaufen.de

 


 

Innovative Approaches in European Sustainable Consumption Policies
In einer gemeinsamen Studie haben das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), das Institute for European Studies (IES) und das National Institute for Consumer Research (SIFO) neue und innovative Ansätze zur Förderung nachhaltiger Konsummuster untersucht und analysiert. Es ging um Kernstrategien, die als besonders erfolgversprechend und daher verfolgenswert angesehen werden können. Unter dem Titel "Innovative Approaches in European Sustainable Consumption Policies" greift die Publikation Ergebnisse des EU-geförderten Forschungsprojektes "Assessing the potential of various instruments for sustainable consumption practices and greening of the market" (ASCEE) auf, in dessen Verlauf die Forscher das Nachhaltigkeitspotential verschiedenster Instrumente zur Förderung eines nachhaltigen Konsums und zur Ökologisierung von Märkten geprüft hatten.

Rubik, Frieder u. a.: Innovative Approaches in European Sustainable Consumption Policies. Schriftenreihe des IÖW 192/09, Berlin 2009, 20 Euro, ISBN 978-3-932092-95-4.

Eine zehnseitige Zusammenfassung der Studie steht unter http://www.ioew.de/uploads/tx_ukioewdb/ASCEE_Policy_Paper_Promoting_Sustainable_Consumption.pdf zum kostenlosen Download bereit.

 


 

Eco-innovation - Putting the EU on the path to a resource and energy efficient economy
Angesichts der wachsenden Ressourcennachfrage und steigender Preise für globale Güter wie Öl, Weizen und andere Rohstoffe verstärkt sich der aus einer ineffizienten Ressourcennutzung resultierende Druck auf Umwelt und Wirtschaft. Eine Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz könnte in allen Industriebereichen die  Beschaffungskosten senken, die Wettbewerbsfähigkeit stärken und Innovationen fördern. Die Studie "Eco-innovation - Putting the EU on the path to a resource and energy efficient economy" des Wuppertal Instituts geht der Frage nach, wie sich ökologische Innovationen auf die Industrie auswirken und welche politischen Maßnahmen und Initiativen geeignet sind, die Ziele und Erwartungen der EU in Bezug auf den Ausweg aus der Ressourcenknappheit zu erfüllen. Ausgewählte Öko-Innovationen werden näher vorgestellt und Empfehlungen für zukünftige EU-Politiken ausgesprochen. Ziel der Studie ist es, die Arbeit des Committee on Industry, Research and Energy (ITRE) des Europäischen Parlaments in Bezug auf die europäische Industrie- und Energiepolitik zu unterstützen.

Die Studie ist abrufbar unter:
http://www.wupperinst.org/de/publikationen/entnd/index.html?&beitrag_id=1050&bid=6

 


 

Nachhaltiges Wirtschaften bei kleinen und mittleren Unternehmen - Eine Untersuchung der ökonomischen und sozialen Effekte von ÖKOPROFIT-Unternehmen
Seit Ende der 1990er Jahre haben über 1.000 Unternehmen den Umweltmanagementansatz ÖKOPROFIT eingeführt, der vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) beliebt ist, da der damit verbundenen finanzielle und personelle Aufwand verglichen mit Umweltmanagementsystemen weitaus geringer ist. In der vorliegenden Publikation hat Autor Dirk Drenk von der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund - auf Grundlage einer empirischen Untersuchung zu Beschäftigungs-, Image-, Innovations- und Wettbewerbseffekten bei KMU der ÖKOPROFIT-Initiative - untersucht, welche ökonomischen und sozialen Effekte das nachhaltige Wirtschaften für diese Betriebe mit sich bringt. Er kommt zu dem Ergebnis, dass sie in höherem Maße Innovationen umsetzen und ihre Wettbewerbssituation verbessern konnten.

Drenk, Dirk: Nachhaltiges Wirtschaften bei kleinen und mittleren Unternehmen. Eine Untersuchung der ökonomischen und sozialen Effekte von ÖKOPROFIT-Unternehmen. Hamburg 2009, 88 Euro, ISBN 978-3-8300-4167-2.

Weitere Informationen zu dieser Publikation finden Sie unter: http://www.verlagdrkovac.de/3-8300-4167-5.htm

 


 

Erste Konferenz des World Resources Forum zu Ressourcenverbrauch und -produktivität
Das schweizerische Davos ist am 15. und 16. September 2009 Schauplatz der ersten Konferenz des World Resources Forum (WRF). Das WRF ist eine von der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) unterstützte  gemeinsame Initiative der schweizerischen Forschungsinstitution für Materialwissenschaften und Technologieentwicklung (EMPA) und des Präsidenten des Factor 10 Institute, Friedrich Schmidt-Bleek. Es will als unabhängige internationale Plattform Wissenschaftler, Ingenieure, Ökonomen und Politiker zusammenbringen, realistische Politikoptionen für ein globales nachhaltiges Wachstum diskutieren und Themen wie den globalen Ressourcenverbrauch und die Ressourcenproduktivität auf die politische Agenda bringen. Schwerpunkt des ersten Tages der Konferenz sind Workshops, deren thematische Bandbreite von globaler Ressourcennutzung über nachhaltige Unternehmen und ressourceneffiziente Produkte bis hin zur Entwicklung eines neuen Wirtschaftssystems reicht. Der zweite Tag enthält Vorträge hochrangiger Sprecher aus aller Welt, die sich unter anderem mit den unterschiedlichen regionalen Perspektiven und Herausforderungen beschäftigen und zukünftige Szenarien und Strategien skizzieren.

Zeit:     15.-16. September 2009
Ort:    Davos Congress Centre, Davos, Schweiz

Die Webseite zu dieser Konferenz finden Sie unter: http://www.worldresourcesforum.org

 


 

Nachhaltiges Wachstum, Ressourcenproduktivität und nachhaltige Industriepolitik
Ein internationales Kolloquium unter dem Titel "Sustainable Growth, Resource Productivity and Sustainable Industrial Policy - Recent Findings, new Approaches for Strategies and Policies" soll vom 10. bis zum 12. September 2009 in Wuppertal führende Experten für Nachhaltiges Wachstum und Nachhaltiges Ressourcenmanagement zusammenbringen. Die Veranstaltung ist das zweite von insgesamt drei Kolloquien, die das von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt geförderte Forschungsprojekt "Materialeffizienz und Ressourcenschonung" (MaRess) begleiten. Schwerpunktthemen des diesjährigen Kolloquiums sind systemische Innovationen und Visionen, "Leapfrogging"-Strategien, Rebound Effekte sowie internationale Märkte und Entwicklung. Bei der Analyse der Beiträge zur Nachhaltigkeit eine steigende Ressourcenproduktivität, wird der Fokus auf ökonomischen Aspekten liegen, ohne dabei die technologische, die ökologische sowie die internationale Dimension außer Acht zu lassen.

Zeit:     10.-12. September 2009
Ort:    Bergische Universität Wuppertal

Eine Teilnahme an dem Kolloquium ist nur nach persönlicher Einladung möglich. Alles Weitere erfahren Sie unter:
http://www.wupperinst.org/de/info/entwd/index.html?&beitrag_id=1053&bid=12

 


 

The Future of Sustainable Products & Services
Das UNEP/Wuppertal Institute Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) lädt am 28. und 29. September 2009 zur internationalen Innovations-Konferenz "The Future of Sustainable Products & Services". Die interaktive Konzeption der Veranstaltung lässt den Teilnehmern viel Raum für den Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Zudem wird es neben Präsentationen zu nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen vier Workshops geben ("Brain Labs"), die sich mit der Entwicklung von Lebensstilen, den Politik- und Marktbedingungen für nachhaltige Produkte in der EU und in Entwicklungsländern sowie mit Technologien und Designkonzepten beschäftigen. Ziel ist es, konkrete Projekte und Kooperationen anzustoßen, die als Folgeaktivitäten zur Konferenz umgesetzt werden. Ergänzt wird das Programm durch eine Ausstellung zu nachhaltigem Produktdesign.

Zeit:     28.-29. September 2009
Ort:    Zollverein, Essen

Eine ausführliche Konferenzankündigung ist abrufbar unter:
http://www.wupperinst.org/uploads/tx_wibeitrag/Sust_Products_Conf_280909.pdf

 


 

Third International Conference on Eco-Efficiency
Vom 18. bis zum 20. November 2009 findet im niederländischen Leiden die "Third International Conference on Eco-Efficiency" statt. "Modelling and Evaluation for Sustainability: Guiding Eco-Innovation and Consumption" lautet das Thema der Veranstaltung, die die Abteilung Industrial Ecology des Institute of Environmental Sciences (CML-IE) der Universität Leiden organisiert. Zur Diskussion steht, welcher politischen Ziel- und Anreizsetzungen es bedarf, um ökologische Innovationen zu fördern, wo Schrumpfungsprozesse notwendig sind, welche Technologiesprünge in der Industrie bereits gelungen sind und wie sich die Nachhaltigkeitsperformance messen lässt. Im Mittelpunkt steht die Frage wie sich verschiedene Modellierungsansätze aus Mikro- und Makroökonomik, Umweltökonomik, Life Cycle Assessment und Stoffstromanalyse sinnvoll in Einklang bringen lassen. Ziel ist es, ganzheitlichere Methoden, Modelle und Evaluationstechniken als wissenschaftliche Richtschnur für ökologische Innovationen zu entwickeln.

Zeit:     18.-20. November 2009
Ort:    Hotel Zuiderduin, Zeeweg 52, Egmond aan Zee, Niederlande

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden Sie unter: http://www.eco-efficiency-conf.org

 


 

Fachgespräch Umwelt- und Sozialstandards in der Textil- und Schuhbranche
Handels- und Markenfirmen haben erheblichen Einfluss auf die Produktionsbedingungen ihrer Zulieferfirmen. Das ist auch das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie im Auftrag des Umweltbundesamtes, die Möglichkeiten untersucht hat, die Anwendung europäischer Umweltstandards in Schwellen- und Entwicklungsländern zu fördern. Europäische Umweltstandards, die sogenannten besten verfügbaren Techniken (BVT), werden in BVT-Merkblättern beschrieben. Diese BVT-Merkblätter informieren über die wesentlichen Umweltaspekte und darüber, mit welchen technischen Verfahren bestimmte Emissionsprobleme gelöst werden können. Sie können grundsätzlich weltweit genutzt werden. Für Entwicklungs- und Schwellenländern, in denen ein großer und steigender Teil der Textil- und Lederproduktion für den globalen Markt erfolgt, bringt die Verbreitung der BVT die Chance, erhebliche Verbesserungen im Gesundheits- und Umweltschutz zu initiieren, da in diesen Ländern die Produktion häufig noch mit enormen Umweltbelastungen verbunden ist.
Mit den Initiativen des Handels, beispielsweise des Sektorenmodells Sozialverantwortung der Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels (AVE) und BSCI (Business Social Compliance Initiative), existieren bereits private Ansätze, Verbesserungen von Standards - vor allem sozialer aber auch Umweltstandards - zu erreichen. Die Berücksichtigung von BVT in diesen bestehenden Ansätzen sollte gefördert werden.

Im Fachgespräch soll diskutiert werden, welche Hilfestellung der Handel benötigt, um BVT in der Lieferkette zu verankern und welche neuen Möglichkeiten sich für die Vermarktung und Verbraucherinformation ergeben, z. B. bei der Weiterentwicklung von Umweltzeichen, der Sensibilisierung von Verbraucherinnen und Verbrauchern und der Förderung eines bewussten und nachhaltigen Einkaufsverhaltens.

Das Fachgespräch Umwelt- und Sozialstandards in der Textil- und Schuhbranche findet am 9. Juni 2009 im Umweltbundesamt, Bismarckplatz 1, 14193 Berlin, von 10-17 Uhr statt.

Nähere Informationen zur Veranstaltung sind bei Frau Brigitte Zietlow, Umweltbundesamt, Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau-Rosslau, Tel.: 0340 / 2103 3509 Email: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. zu erfragen.

 


 

Nachhaltigkeit in einer digitalen Welt
Unter diesem Titel stand die 3. Jahreskonferenz des Bundesumweltministeriums, des Umweltbundesamtes und des BITKOM e.V., welche im Rahmen der CeBIT 2009 die Perspektiven von Umweltpolitik und Wirtschaft zum Thema "Green IT" näher beleuchtete.

Das zur Jahreskonferenz veröffentlichte Hintergrundpapier des Umweltbundesamtes "Green IT: Zukünftige Herausforderungen und Chancen" umreißt die zukünftigen Chancen und Herausforderungen von Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) mit Blick auf die sozialen und stofflichen Aspekte der vor- und nachgelagerten Produktlebensphase. Das Papier analysiert drei besonders bedeutsame Felder der nachhaltigkeitsorientierten Gestaltung und Nutzung von IKT-Geräten und -Infrastrukturen: die Materialeffizienz der IKT-Geräte und -Infrastrukturen, seltene Metalle als Rohstoff der IKT-Industrie und die Umwelt- und Sozialstandards bei IKT-Herstellern und Händlern.

Die Vorträge der Jahreskonferenz stehen zum Abruf unter http://bitkom.org/de/themen_gremien/51051_58464.aspx bereit. Das Hintergrundpapier des Umweltbundesamtes finden Sie unter http://www.umweltbundesamt.de/cebit.

 


 

"IT goes green" - ein neuer Förderschwerpunkt im Umweltinnovationsprogramm ist gestartet
Der Bundesumweltminister hat im Rahmen der CeBIT 2009 den Start des neuen Förderschwerpunktes "IT goes green" im Umweltinnovationsprogramm verkündet. Ziel des neuen Förderschwerpunktes ist es, bislang nur in kleinem Maßstab eingesetzte Verfahren oder innovative Neuentwicklungen mit finanzieller Unterstützung großtechnisch umzusetzen. Die Vorhaben sollen erstmalig demonstrieren, wie Umweltbelastungen vermieden oder deutlich verringert werden können. Im Fokus stehen dabei energie- und materialeffiziente Rechenzentren, der Einsatz von Thin-Client-Technologien sowie die Einführung innovativer und hocheffizienter IKT-Infrastrukturen in Unternehmensprozessen und Organisationsstrukturen. Der Förderschwerpunkt umfasst die Einrichtung des Green IT-Beratungsbüros, die Innovationsförderung im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms und die Breitenförderung im Rahmen des ERP-Umwelt- und Energieeffizienzprogramms.
Das neu eingerichtete Projektberatungsbüro berät und begleitet Unternehmen, Behörden und Organisationen kostenfrei, Hersteller-neutral und kompetent bei der Ideenfindung, Planung, Durchführung und Kommunikation von Green-IT-Projekten und der Antragstellung im Umweltinnovationsprogramm.

Weitere Informationen sind beim "IT goes green"-Beratungsbüro unter der Hotline 0800-47336 48 und unter http://www.green-it-projektberatung.de erhältlich.

 


 
Neue Verbraucherbroschüre des Umweltbundesamtes "Computer, Internet und Co. - Geldsparen und Klima schützen" erschienen
Anlässlich der CeBIT hat das Umweltbundesamt die Broschüre "Computer, Internet und Co. - Geld sparen und Klima schützen" herausgegeben. Sie gibt Verbraucherinnen und Verbrauchern wertvolle Tipps, wie sie bei der Nutzung von Computern, Handys und anderen Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik Energie und damit Stromkosten sparen können. Ergänzt durch Hinweise zu einer sachgerechten Entsorgung von Geräten liefert die Broschüre viele Denkanstöße zu einem nachhaltigen Umgang mit elektronischen Geräten. 18 Tipps zum Durchklicken fassen die wichtigsten Informationen kurz und knapp zusammen.

Die Verbraucherbroschüre und 18 Tipps zum Durchklicken sind unter http://www.umweltbundesamt.de/cebit erhältlich.

 


 

Bundesumweltministerium und BDI geben Startschuss für den Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU)
Globales Bevölkerungswachstum, zunehmende Mobilität und steigender Energieverbrauch stellen den Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz vor große Probleme. Innovationen "Made in Germany" helfen, Klima und Umwelt zu schützen und haben dafür gesorgt, dass Deutschland eine Vorreiterrolle bei der Bewältigung dieser globalen Herausforderungen einnimmt. Mit dem Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) wollen das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) nun innovative Technologien, Techniken, Verfahren und Prozesse sowie Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle, die im Bereich Klima- und Umweltschutz neue Wege beschreiten, auszeichnen. Ziel ist es, das Engagement der Industrie zu fördern und zu würdigen, das Bewusstsein für drängende Fragen des Klima- und Umweltschutzes in der Öffentlichkeit zu stärken und die Vorreiterrolle Deutschlands in den Bereichen Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz weiter auszubauen.

Bis zum 17. Juni 2009 können sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Deutschland bewerben. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung wird als wissenschaftlicher Partner des BMU und des BDI alle eingehenden Bewerbungen nach fachlichen Kriterien bewerten. Auf Grundlage dieser Expertise wird eine Jury aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik die Gewinner des mit insgesamt 125.000 Euro dotierten Innovationspreises auswählen, die im Dezember 2009 im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung prämiert werden.

Alles Weitere erfahren Sie auf der Homepage des IKU unter http://www.iku-innovationspreis.de.

 


 

Förderpreise für hocheffiziente Kälte- und Klimatechnologien verliehen
Kälte- und Klimaanlagen verbrauchen ca. 15 Prozent der Elektroendenergie in Deutschland. Die Energieeinsparpotenziale sind dabei mit bis zu 60 Prozent und durchschnittlich 35 Prozent wesentlich größer als in anderen Bereichen der Technik. Die CO2-Emissions-Vermeidungskosten können zugleich sehr niedrig sein. Das BMU hat daher im Juni 2008 eine "Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen an gewerblichen Kälteanlagen" erlassen, die Anreize zur Nutzung der gegenwärtig verfügbaren Hocheffizienz-Technologien bieten.

Um darüber hinaus auch die Entwicklung und Einführung von Technologien zu unterstützen, die Umwelt und Klima noch weitaus weniger belasten, hat das Bundesumweltministerium drei mit je 10.000 Euro dotierte Förderpreise für hocheffiziente Kälte/Klima-Technologien ausgelobt, mit denen zusätzliche Impulse für Klimaschutzmaßnahmen in der Kälte- und Klimatechnik gesetzt werden sollen.

Die Preisträger wurden am 26. März 2009 in Berlin von der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug, ausgezeichnet. In der Kategorie "Kältekomponenten und -systeme" konnte sich die Firma Wurm aus Remscheid durchsetzen, in der Kategorie "Kälte-Netzwerke und -Initiativen" gewann das Netzwerk Kälteeffizienz Hamburg, während sich die Daikin Airconditioning aus Unterhaching und die Firma Hauser aus Linz den Förderpreis "Wärme und Kälte" teilten.

Weitere Informationen zum Förderpreis, den Preisträgern und den prämierten Innovationen sind erhältlich unter:
http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/43552.php

 


 

Klimaverträgliche Mobilität - für mich. für dich. fürs klima.
Das Bundesumweltministerium hat gemeinsam mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) eine bundesweite Informations- und Beratungskampagne zum Klimaschutz gestartet. Unter dem Motto "für mich. für dich. fürs klima." wird in den kommenden Monaten ein Netzwerk unter Federführung des vzbv intensiv über Möglichkeiten und Chancen der Konsumenten beim Klimaschutz aufklären. "Wir wollen das riesige Potenzial privater Haushalte zur Einsparung von CO2-Emissionen besser nutzen. Klimaschutz zahlt sich aus - das soll jeder Verbraucher konkret erfahren und umsetzen können", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Schwerpunkt der Aktion ist der Bereich Mobilität. Hier will die Verbraucherallianz Bürgerinnen und Bürgern helfen, Kosten zu erkennen und gezielt zu senken. So lassen sich beispielsweise durch den Kauf eines besonders sparsamen Autos, das zwei Liter weniger Sprit auf 100 km als vergleichbare Modelle verbraucht, über die Lebensdauer des Fahrzeugs bis zu 3000 Euro einsparen. Für bewusste und nachhaltige Entscheidungen beim Autokauf bedarf es jedoch exakter Informationen. Und da die Verbrauchsangaben der Händler häufig deutlich niedriger ausfallen als der tatsächliche Verbrauch, setzt sich das Netzwerk für realistische Messmethoden und eine behördliche Überprüfung der Angaben ein.

Freilich drehen sich die Aktivitäten der Verbraucherallianz keineswegs nur um den Autokauf, das Netzwerk versteht sich vielmehr als Navigationshilfe bei Verbraucherfragen rund um den Klimaschutz und will mit bundesweiten Aktionen und Informationen Verbraucher für klimaverträgliches Handeln gewinnen. Zum Beratungsangebot zählen unter anderem ein Internet-Verbraucherportal mit Tipps zum CO2 und Geld sparen sowie eine Telefonhotline, die Verbraucher über CO2 sparen im Haushalt informiert.

Das Bundesumweltministerium fördert den Aufbau der Verbraucherallianz für Klimaschutz als Projekt im Rahmen der Klimaschutzinitiative bis 2010 mit insgesamt 24,5 Millionen Euro. Neben den 16 Verbraucherzentralen der Länder gehören der Verbraucherallianz auch der Deutsche Mieterbund (DMB), der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Germanwatch, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) sowie der VerbraucherService (VS) im Katholischen Deutschen Frauenbund an.

Die Webseite zur Kampagne finden Sie unter: http://www.verbraucherfuersklima.de

 


 

6. Europäisches Forum für Umweltinnovationen in Berlin - Technische Kompetenz und Innovationskraft als Antwort auf die globale Krise
Umweltpolitik und Umwelttechnik spielen in Krisenzeiten eine immer wichtigere Rolle. Bei der Eröffnung des Europäischen Forums für Umweltinnovationen sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Astrid Klug in Berlin: "Die Finanzkrise hat in kürzester Zeit auf die Wirtschaft durchgeschlagen. Länder mit hoher Exportstärke, wie Deutschland, werden empfindlich getroffen. Doch wird sich die hohe technologische Kompetenz und Innovationskraft deutscher und europäischer Umwelttechnik-Unternehmen auf einem Markt, der weltweit durch eine zunehmende Nachfrage nach umwelteffizienten Gütern gekennzeichnet ist, langfristig als Wettbewerbsvorteil erweisen."

Am Rande der Messe "Wasser Berlin" diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik aus ganz Europa am 3. und 4. April 2009 über Chancen und Herausforderungen des Umwelttechnologie-Transfers in Krisenzeiten. Astrid Klug verwies in ihrer Rede auf die dramatisch veränderten Rahmenbedingungen des Technologie-Transfers.

Die Bundesregierung hat Maßnahmen ergriffen, um Umweltinnovationen in Forschung, Wissenschaft und Unternehmen auszulösen und neue strategische Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu unterstützen. Gemeinsam mit dem Bundesforschungsministerium hat das Bundesumweltministerium den Umwelttechnologie-Masterplan auf den Weg gebracht, der das Erfahrungswissen und die Handlungsstrategien der verschiedenen Akteure zusammenführt, sie vernetzt und weiterentwickelt. Er soll Umwelttechnik als Leitmarkt stützen und forcieren.

Das Europäische Forum für Umweltinnovationen wurde 2006 von der Europäischen Kommission auf Basis des Aktionsplans für Umwelttechnologien (Environmental Technologies Action Plan - ETAP) als Stakeholder-Forum eingerichtet.

Weitere Informationen zum Europäischen Forum für Umweltinnovationen sind unter http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/43659.php abrufbar.

 


 

Umwelt und Gerechtigkeit als zentrale Herausforderung zu Beginn des 21. Jahrhunderts
Verkehrslärm, Autoabgase und Industrieemissionen schädigen nicht nur unser Klima und die Natur, sondern auch die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen. Die Umweltqualität ist sehr unterschiedlich, je nachdem ob man in der Nähe von Straßen oder Industriegebieten, Grünflächen oder Parks wohnt. Zum Beispiel leiden Menschen, die an stark befahrenen Straßen leben, häufiger unter Lärmschäden als andere. Nicht jeder kann sich ein Häuschen in guten Wohnvierteln leisten, nicht immer sind die von den Belastungen Betroffenen auch die Verursacher des Problems. Umweltschutz ist auch eine soziale Frage. Auch Maßnahmen zum Klimaschutz haben immer eine soziale Dimension. Nicht sanierte Gebäude verbrauchen oft nicht nur viel Energie, durch Schimmelbildung und andere Einflüsse leidet dort auch die Gesundheit der Bewohner. Bei energetischen Sanierungen sinkt nicht nur der Energieverbrauch, sondern die Menschen, die in den Gebäuden leben, gewinnen an Lebensqualität.

Auf dem Kongress Umweltgerechtigkeit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in Frankfurt am Main wandte sich Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, dagegen, ökologische Fragen als rein technische Herausforderung zu betrachten. "Ein Weiter so wie bisher, orientiert an einer kurzfristigen Betrachtung, führt nicht in eine gute Zukunft. Wir müssen die langfristige Perspektive in den Blick nehmen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen schaffen, die Umweltinnovationen und nachhaltiges Wirtschaften fördern", so Müller.
Angesichts des Zusammentreffens von Hunger, knappen Ressourcen, Klimawandel und Finanzkrise einer in der modernen Wirtschaftsgeschichte beispiellosen Zuspitzung unterschiedlicher globaler Problemlagen sei die westliche Gesellschaft in einem bisher nicht bekannten Ausmaß gefordert.
Müller: "Es ist unerlässlich, dass sich Umweltpolitik systematisch sozialpolitischer Fragestellungen widmet und sich damit befasst, wie sich unterlassene Umweltschutzmaßnahmen auf die Gesellschaft auswirken". Er fordert die umweltpolitischen Akteure auf, dazu den Dialog mit den anderen gesellschaftlichen Gruppen zu suchen.

Weitere Informationen zum Kongress Umweltgerechtigkeit: http://www.duh.de/umweltgerechtigkeit.html

 


 

EU-Einzelhandelsforum zur Förderung eines nachhaltigeren Verbrauchs gestartet
Als Reaktion auf den EU-Aktionsplan für Nachhaltigkeit in Produktion und Verbrauch und für eine nachhaltige Industriepolitik hat der europäische Einzelhandel in Kooperation mit der Europäischen Kommission das EU-Einzelhandelsforum zur Förderung eines nachhaltigeren Verbrauchs ins Leben gerufen. Es ist Teil des Umweltaktionsprogramms REAP (Retailers Environmental Action Programme) und wird ergänzt durch zahlreiche unternehmensspezifische Umweltverpflichtungen, die in einer Matrix of Environmental Action Points (MAP) festgehalten sind. REAP ist eine Initiative von EuroCommerce und dem Europäischen Runden Tisch des Einzelhandels (ERRT), die den Einzelhandel auf EU-Ebene repräsentieren. Gemeinsam mit der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission leiten die beiden Dachverbände auch das Einzelhandelsforum, das am 3. März 2009 in Brüssel offiziell gestartet wurde.

An der Eröffnungsveranstaltung nahmen unter anderem Umweltkommissar Stavros Dimas, Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva, EuroCommerce-Präsident Senator Feargal Quinn sowie Pierre-Olivier Beckers teil, der als Präsident und Vorstandsvorsitzender der Delhaize-Gruppe den ERRT repräsentierte. Auch Vertreter der Hersteller und von Umwelt- und Verbraucherverbänden waren anwesend. Ihnen steht das Forum ebenso offen wie all jenen Handelsunternehmen, die sich dem Umweltaktionsprogramm REAP anschließen. Bislang haben 20 Einzelhandelsketten diesen Schritt unternommen, darunter mit Kaufland, Lidl, METRO Group, Quelle und REWE Group auch fünf Unternehmen aus Deutschland. Die Kontrolle, inwiefern die teilnehmenden Unternehmen ihren Umweltverpflichtungen nachkommen, obliegt der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission.

Ziel des Forums ist es, die vom Einzelhandel und seinen Zulieferern verursachten negativen Umweltauswirkungen zu reduzieren, nachhaltigere Produkte zu fördern und Verbraucher besser darüber zu informieren, wie sie nachhaltig einkaufen können. Durch den Austausch von Erfahrungen und Best Practices wollen die Teilnehmer herausfinden, welche praktischen Maßnahmen besonders geeignet erscheinen, um in diesen drei Bereichen konkrete Fortschritte zu erzielen. Als Schwerpunktthemen für das erste Jahr sind unter anderem die Produktkennzeichnung, der ökologische Fußabdruck von Ladengeschäften sowie die Produktentwicklung im Holz- und Fischsektor vorgesehen. Das Forum wird zunächst einmal im Quartal zusammenkommen. Es soll als Gremium zur Entwicklung und Koordination gemeinsamer Strategien dienen, ohne über eigene Entscheidungsbefugnisse zu verfügen.

Das Europäische Büro der Verbraucherorganisationen (BEUC) sowie das Europäische Umweltbüro (EEB) begrüßten die Einrichtung des Einzelhandelsforums, zeigten sich jedoch skeptisch, ob freiwillige Maßnahmen ausreichend seien, um die angestrebten Ziele zu erreichen. Die Einzelhandelsverbände hingegen gehen davon aus, dass die im Umweltaktionsprogramm verankerte Matrix of Environmental Action Points (MAP) mit ihren unternehmensspezifischen Umweltverpflichtungen einen Wettbewerb um die Vorreiterrolle bei Fragen der ökologischen Nachhaltigkeit in Gang setzen wird. MAP listet Aktionen und Initiativen einzelner Unternehmen auf, die dann aus Marketing- wie auch aus Transparenzgründen öffentlich dokumentiert werden. Die Maßnahmen sollten - falls möglich - mit konkreten Zielsetzungen verknüpft sein und sich einer der folgenden Fragestellungen zuordnen lassen, welche die drei Grundpfeiler der Matrix bilden:

  • Was verkaufen wir? - Förderung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen
  • Wie verkaufen wir? - Reduzierung negativer Umweltwirkungen, die im eigenen Unternehmen (Ladengeschäfte, Vertriebszentren, Transport) oder entlang der Lieferkette entstehen
  • Wie kommunizieren wir? - Förderung nachhaltiger Kaufentscheidungen durch verbesserte Verbraucherinformation und -motivation


Vorgesehen ist eine jährliche Berichterstattung. Sämtliche Dokumente des Einzelhandelsforums sind abrufbar auf der Webseite der Generaldirektion Umwelt zu Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion unter: http://ec.europa.eu/environment/eussd/escp_en.htm

 


 

Europäisches Parlament stimmt neuen Verordnungstexten zu EMAS und Europäischem Umweltzeichen mit großer Mehrheit zu
Im Kontext der Veröffentlichung des EU Aktionsplans zur Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster sowie nachhaltige Industriepolitik im Sommer 2008 hat die EU-Kommission Vorschläge für neue Verordnungen zum EU-Umweltzeichen und zu EMAS den Mitgliedstaaten vorgelegt. Nach intensiven Beratungen der Mitgliedstaaten in der Ratsarbeitsgruppe Umwelt, und ab Januar 2009 auch im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments (EP), konnten unter tschechischer Präsidentschaft Kompromissvorschläge für beide Verordnungstexte zwischen Rat und EP erarbeitet werden, die jeweils am 2. April 2009 mit großer Mehrheit im EP angenommen wurden. Die Zustimmung des EP zu den Vorschlägen in 1. Lesung hat zur Folge, dass die neuen Verordnungen in den nun vorliegenden Fassungen auch durch den EU-Ministerrat angenommen werden. Damit ist es gelungen, noch vor der EP-Wahl und der Neuberufung der EU-Kommission die neuen Verordnungen auf den Weg zu bringen. Die Inkraftsetzung der neuen Verordnungen erfolgt voraussichtlich gegen Ende 2009.
Weitere Informationen zu den Entscheidungen im Europäischen Parlament unter: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?language=DE&type=AGENDA&reference=20090402&secondRef=SIT

 


 

Dialog und Aktion - Internationale Konferenz des CSCP zu Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion
Über 90 Vertreter von Bürgerbewegungen sowie aus Wissenschaft und Politik folgten vom 16.-18. März 2009 der Einladung des UNEP/Wuppertal Institute Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) nach Wuppertal zur internationalen Konferenz "Dialogue and Action for Sustainable Consumption and Production". Ausgerichtet von zwei durch das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm geförderten Projekten - "CSO Platform on SCP (DelibProcessSCP)" and "Action Town - Research and Action for SCP (CSOContribution2SCP)" - war Ziel der Veranstaltung, den verschiedenen, vor allem aus Europa stammenden Akteuren eine gemeinsame Diskussions- und Handlungsplattfom für mehr Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion zu bieten. Im Mittelpunkt stand dabei die Unterstützung von Bürgerbewegungen durch das Aufzeigen von Handlungsoptionen zur Förderung eines nachhaltigen Konsumverhaltens und der Beeinflussung von politischen Prozessen, sowie die Stärkung ihres Einflusses durch die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter: http://www.scp-dialogue.net/news.html, Konferenzpräsentationen sind einsehbar unter: http://www.action-town.eu

 


 

Die Aktion Stromspar-Check hilft einkommensschwachen Haushalten ihre Stromkosten zu reduzieren
Mit ihrer vom Bundesumweltministerium geförderten Aktion Stromspar-Check wollen der Deutsche Caritasverband (DCV) und der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) rund 12.000 Hartz-IV-Empfänger finanziell um bis zu 100 Euro im Jahr entlasten. Ziel ist es, die Stromkosten in einkommensschwachen Haushalten um rund 20 Prozent zu senken und damit auch die anfallenden CO2-Emissionen zu reduzieren. Zu diesem Zweck werden Langzeitarbeitslose zu Stromsparhelfern ausgebildet, die den zweistufigen Check in den Haushalten durchführen. Zunächst erfassen sie bei einer Verbrauchanalyse sämtliche Elektrogeräte und deren Nutzung, ehe sie bei der Verbrauchsempfehlung konkrete Tipps zu stromeffizientem Verhalten geben und die Haushalte bei Bedarf mit einem kostenlosen Stromspar-Paket ausstatten. Das Paket enthält beispielsweise Energiesparlampen, Steckdosenleisten oder Zeitschaltuhren. Die Aktion hilft jedoch nicht nur die Umwelt zu schonen und damit Strom und Geld zu sparen, sie eröffnet auch den arbeitslosen Stromsparhelfern neue Perspektiven. Diese haben nämlich - sofern sie im Rahmen des Programms ihre Eignung nachgewiesen haben - die Möglichkeit, eine weitergehende Qualifizierung zum zertifizierten Energieberater zu erlangen und damit in den regulären Arbeitsmarkt zurückzufinden.

Ausführliche Informationen zur Aktion Stromspar-Check sind unter http://www.stromspar-check.de erhältlich.

 


 

Buy IT fair - Leitfaden zur nachhaltigen PC-Beschaffung veröffentlicht
Jeder fünfte Computer in Deutschland wird von staatlichen Einrichtungen gekauft und EU-weit beschafft die öffentliche Hand jährlich ca. 600.000 Computer. Vor diesem Hintergrund setzt sich die Kampagne "ProcureITfair - für den fairen öffentlichen Einkauf von Computern" dafür ein, dass der Staat seine Marktmacht nutzt und bei der Beschaffung ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt, um positiv Einfluss auf die Produktionsbedingungen in der Computerbranche zu nehmen. Da das neue Vergaberecht die Möglichkeit zur Berücksichtigung sozialer und ökologischer Aspekte bei der Auftragsvergabe biete, stünden öffentliche Institutionen nun in der Verantwortung, nur noch unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Mindestanforderungen auszuschreiben.

Die europäische Kampagne wird von der deutschen Nichtregierungsorganisation WEED koordiniert, die nun in Kooperation mit der Dienstleistungsgesellschaft ver.di und ICLEI - Local Governments for Sustainability die Broschüre "Buy IT fair. Leitfaden zur Beschaffung von Computern nach sozialen und ökologischen Kriterien" veröffentlicht hat. Sie will Beschaffungsverantwortliche für soziale und ökologische Probleme, die mit der globalen Computerproduktion einher gehen, sensibilisieren und Wege aufzeigen, wie sich ökologische und vor allem soziale Kriterien in öffentlichen Ausschreibungen verankern lassen.

Der Leitfaden kann unter http://www.pcglobal.org kostenlos heruntergeladen werden. Zudem ist gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro zzgl. Versandkosten auch eine Druckversion erhältlich.

 


 

Der Fairtrade-Code erzählt die Geschichte hinter dem Produkt
Mit dem neu eingeführten Fairtrade-Code nimmt die Siegelorganisation TransFair Verbraucherinnen und Verbraucher mit auf eine virtuelle Reise zu den Produzenten vor Ort. Firmen, die an dem Projekt teilnehmen, versehen ihre fair gehandelten Produkte mit einem Zahlencode, den interessierte Konsumenten auf der Webseite zum Fairtrade-Code eingeben und daraufhin den Lebensweg des Produktes nachvollziehen können. Sie erfahren in Wort und Bild Wissenswertes über Herkunftsort, Hersteller und Partner-Firmen. Der faire Handel wird dadurch transparenter und gleichzeitig erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher ein ganz konkretes Bild davon, welche Vorteile er den Menschen vor Ort bringt und wer zum Beispiel den Kaffee angebaut hat, den sie jeden Morgen trinken.

Der Weg zur Geschichte hinter dem Produkt führt über die Webseite http://www.fairtrade-code.de. Bislang ist die Anzahl der dort erfassten Produkte noch relativ gering. Da das Projekt erst kürzlich gestartet wurde, ist jedoch damit zu rechnen, dass in Zukunft weitere Firmen ihre Artikel mit dem Fairtrade-Code versehen werden.

 


 

Nationale Energieeffizienz-Aktionspläne auf dem Prüfstand
Mit der EU-Richtlinie für Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen hat sich die Europäische Union das Ziel gesetzt, bis 2016 den Energieverbrauch um neun Prozent zu senken. Wie die einzelnen Mitgliedsstaaten vorgehen wollen, um dieses Ziel zu erreichen, haben nun das Wuppertal Institut und das Beratungsunternehmen Ecofys geprüft und dazu zwölf Nationale Energieeffizienz-Aktionspläne analysiert und evaluiert. Die Ergebnisse sind in der kürzlich veröffentlichten Broschüre "Promoting Energy Efficiency in Europe" zusammengefasst. Durch die zunehmende Bündelung von Einzelmaßnahmen zu komplexeren Programmen sehen die Autoren gute Voraussetzungen für eine erfolgreich umgesetzte Energieeffizienz-Politik, bemängeln aber gleichzeitig das Fehlen verbindlicher Rahmensetzungen und methodischer Spezifizierungen.

Unter http://www.energy-efficiency-watch.org steht die Broschüre zum kostenlosen Download bereit.

 


 

BMELV veröffentlicht Verbraucherleitfaden zum Thema Corporate Social Responsibility
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat einen Verbraucherleitfaden zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR) veröffentlicht. Die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch Unternehmen wird darin aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Die Publikation erläutert zunächst, wie CSR auf politischer Ebene gefördert wird und wie Unternehmen sich in der Praxis engagieren. Im Mittelpunkt steht jedoch die Frage, wie Verbraucherinnen und Verbraucher gesellschaftliches Engagement von Unternehmen honorieren und bewusste, nachhaltige Kaufentscheidungen treffen können. Am Beispiel der Produktgruppen Textilien sowie Handys und Computer informiert die Broschüre über soziale und ökologische Problemfelder und verweist auf Informationsangebote und Produktlabel, die Konsumenten die Suche nach nachhaltigen Produkten erleichtern.

Die Broschüre ist abrufbar unter: http://www.bmelv.de/cln_045/nn_749972/SharedDocs/downloads/01-Broschueren/GesellschaftlicheVerantwortungvonUnternhemen.html_nnn=true

 


 

Vielfältiges Informationsangebot über nachhaltigen Konsum im Internet
Der nachhaltige Konsum ist für verschiedene Zielgruppen auf unterschiedliche Weise Thema. Im Rahmen der von BMU und UBA unterstützten Initiative Nachhaltig handeln. hat Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. ein breites Informationsangebot entwickelt, das auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten entsprechende Handlungsoptionen aufzeigt. Der Bundesverband kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher bietet neben einem umfangreichen Broschürenangebot verschiedene Internetseiten zum nachhaltigen Konsum an. Zu dem kostenlosen Informationsangebot gehören u.a. drei Informationsportale:

www.nachhaltige-produkte.de bringt Verbraucher und engagierte Unternehmen zusammen und will so nachhaltigen Produkten mehr Marktchancen verschaffen. Der praktische Nutzwert ergibt sich aus Themenschwerpunkten wie "Klimafreundlich und Stromsparend einkaufen" oder einem Stromspar-Rechner.

www.label-online.de legt den Schwerpunkt auf Gütezeichen, die in 33 Kategorien von "Bauelemente" bis "Verpackung" geordnet sind. Vorgestellt werden rund 350 Zeichen, die in den Kategorien Anspruch, Unabhängigkeit, Überprüfbarkeit und Transparenz bewertet wurden. Zusätzlich wurden bisher rund 60 österreichische Label nach diesen Kriterien untersucht. Ziel der Internetseite ist es, mehr Transparenz in den Dschungel der Label zu bringen und damit die Wirkung dieses Informationsinstruments zu erhöhen.

www.oeko-fair.de berichtet über Organisationen und Aktivitäten, die sich für ökologische und sozial gerechte, also öko-faire Produkte und Konsumalternativen einsetzen und richtet sich an Verbraucher, Organisationen, Unternehmen und Multiplikatoren. Neben zahlreichen Hintergrundinformationen wird auch ein entsprechendes Branchenbuch angeboten.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bei der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. an Dr. Melanie Weber (This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.)

 


 

Studie der Kampagne für Saubere Kleidung macht Handelsketten für katastrophale Arbeitsbedingungen im Textilsektor verantwortlich
In ihrer Studie "Cashing In: Giant retailers, purchasing practices and working conditions in the garment industry" wirft die Clean Clothes Campaign (CCC) - Kampagne für Saubere Kleidung - den weltweit führenden Handelsketten Aldi, Lidl, Carrefour, Tesco und Walmart vor, ihre Gewinne im Textilsektor auf dem Rücken der Angestellten ihrer Zulieferbetriebe zu erwirtschaften. Für die Studie hatte die CCC zuvor die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern in Indien, Bangladesch, Sri Lanka und Thailand untersucht. Zwar hätten sich die Unternehmen freiwillig verpflichtet, in ihren Lieferketten soziale Mindeststandards einzuhalten, in der Praxis nutzten sie jedoch ihre Einkaufsmacht, um Druck auf die Zulieferbetriebe auszuüben, den diese wiederum an ihre Angestellten weiterreichten, die unter schwerwiegenden Arbeitsrechtsverletzungen zu leiden hätten. Als Schlüsselprobleme nennt der Bericht Löhne unterhalb des Existenzminimums bei gleichzeitigem Zwang zu exzessiven, unbezahlten Überstunden, die Unterdrückung von Gewerkschaften sowie die Diskriminierung von Frauen.

Die Studie steht unter http://www.sauberekleidung.de/ zum kostenlosen Download bereit.

 


 

Wie zukunftsfähig ist Deutschland bei Energieeffizienz und Energieverbrauch?
In Kooperation mit dem Sachverständigenrat für Umweltfragen und dem Statistischen Bundesamt hat die KfW-Bankengruppe untersucht, wie weit Deutschland auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung vorangeschritten ist. In der Publikation "Perspektive Zukunftsfähigkeit - am Beispiel Energieeffizienz und Energieverbrauch" geht es dabei vor allem um die effiziente Energienutzung und ihre wirtschafts- und umweltpolitische Bedeutung im Hinblick auf Versorgungssicherheit, internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Vor diesem Hintergrund untersuchen die Autoren, welche Faktoren den Energieverbrauch in Deutschland maßgeblich bestimmen, in welchen Schlüsselbereichen eine nachhaltige Energieeffizienzstrategie ansetzen müsste und mit welchen Instrumenten sich eine solche effektiv und effizient umsetzen ließe.

Weitere Informationen sowie einen Link zur Studie finden Sie unter:
http://www.kfw.de/DE_Home/Research/Sonderthem68/Perspektive_Zukunftsfaehigkeit.jsp

 


 

CSR - Es ist nicht alles Gold was glänzt
Ist Corporate Social Responsibility tatsächlich fester Bestandteil des Unternehmensalltags geworden oder doch nur ein schicker Modebegriff, mit dem Unternehmen sich gerne schmücken? Dieser Frage ist die Unternehmensberatung Deloitte nachgegangen und die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Die Studie "Corporate Social Responsibility - Verankert in der Wertschöpfungskette" kommt zu dem Ergebnis, dass CSR leider noch nicht überall so ernst genommen wird wie in den PR-Abteilungen. Daran, dass Unternehmen vor allem um ihre Reputation bemüht sind, ist dabei zunächst nichts auszusetzen, führt dies doch beispielsweise auch dazu, dass 80 Prozent der befragten Unternehmen umfangreiche externe Audits mit ihren Lieferanten durchführen, um die Verletzung von Arbeits- und Menschenrechten und damit Imageeinbußen und Skandale auszuschließen. Zur verbindlichen Einhaltung dieser Grundrechte nach International Labor Organisation (ILO) Standard haben sich jedoch nur 57 Prozent verpflichtet. Ohnehin scheuen sich viele der befragten Unternehmen vor externer Überprüfung und allzu großer Verbindlichkeit, wie die Autoren anhand weiterer Beispiele belegen. So stehen den 86 Prozent, die CSR-Berichte veröffentlichen, lediglich 29 Prozent gegenüber, die diese unabhängig prüfen lassen. Und auch beim Produktlabelling vertrauen Unternehmen vor allem auf eigene Kreationen, während nur ein Drittel etwa das Fairtrade- oder das EU-Ökolabel bzw. gerade einmal 15 Prozent den Blauen Engel verwenden. Beim Carbon Footprinting ist es vor allem die Sorge vor gesetzlichen Vorgaben, die Unternehmen vom Thema abschreckt, obwohl Maßnahmen zur Ressourcen- und Energieeffizienzsteigerung ansonsten hoch im Kurs stehen.

Abrufbar ist die Studie unter:
http://www.deloitte.com/dtt/research/0,1015,cid%253D249667,00.html

 


 

Umweltfreundliche Beschaffung zahlt sich langfristig aus
Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hat die Beschaffungspraxis von sieben EU-Staaten untersucht und festgestellt, dass sich die Berücksichtigung von Umweltkriterien bei öffentlichen Ausschreibungen nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch auszahlt. Grund dafür sind nach Ansicht der Autoren die in der Regel niedrigeren Betriebskosten, welche die höheren Anschaffungspreise über die gesamte Produktlebensdauer hinweg mehr als ausgleichen.

In Großbritannien, wo der Anteil der umweltfreundlichen Güter am öffentlichen Beschaffungsvolumen einen Spitzenwert von 74 Prozent erreicht, konnten so Einsparungen von 5,7 Prozent erreicht werden. Deutschland stellt die Studie jedoch kein gutes Zeugnis im Hinblick auf eine ökologisch nachhaltige Beschaffung aus. Hier werden nur zu 30 Prozent umweltfreundliche Güter beschafft, was deutlich hinter dem für die sieben untersuchten Länder ermittelten Durchschnittswert von 45 Prozent zurückbleibt. Dadurch bleiben auch erhebliche Klimaschutzpotenziale ungenutzt. Während beispielsweise die Niederlande durch umweltfreundliche Beschaffung eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 47 Prozent gegenüber einer rein konventionellen Beschaffung erreichten, belief sich dieser Wert für Deutschland auf lediglich neun Prozent.

Als generelles Problem erachten die Autoren der Studie, dass die meisten der 1.105 befragten öffentlichen Institutionen in Deutschland, Dänemark, Finnland, den Niederlanden, Österreich, Schweden und dem Vereinigten Königreich bei der Beschaffung zwar auch ökologische Kriterien berücksichtigen, ein systematisches Umweltmanagement beim Einkauf jedoch noch eher die Ausnahme ist. So stehen den 71 Prozent der öffentlichen Einrichtungen, die Umweltaspekte in ihre Einkaufsrichtlinien aufgenommen haben, nur 31 Prozent gegenüber, die tatsächlich einen Aktionsplan mit konkreten Zielvorgaben für die umweltverträgliche Beschaffung verabschiedet haben.

Die Studie "Collection of statistical information on Green Public Procurement in the EU" kann unter http://www.pwc.de/de/sustainability kostenlos heruntergeladen werden.

 


 

KANN KAUFEN RETTEN ??? - Der Jugendkongress zum Thema fairer Konsum
"Kann Kaufen Retten???", fragen das Jugendumweltnetzwerk JANUN e.V. und die Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUNDjugend) und begeben sich bei ihrem gleichermaßen betitelten Jugendkongress vom 15. bis zum 17. Mai 2009 in Göttingen auf die Suche nach Antworten. Die Veranstaltung richtet sich an Jugendliche, die sich für nachhaltigen Konsum und fairen Handel interessieren oder sich bereits aktiv in diesem Bereich engagieren. Im Mittelpunkt des Kongresses steht die Diskussion über Chancen und Grenzen eines fairen Konsums. Dabei sollen Funktionsweise und Auswirkungen des fairen Handels und Möglichkeiten einer besseren Verbraucherinformation näher beleuchtet und eigene Projekte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorgestellt und erläutert werden. Kleinere Workshops zeigen auf, wie Projekte sich planen, umsetzen und finanzieren lassen und Referentinnen und Referenten von Nichtregierungsorganisationen berichten von ihrer Arbeit und liefern wichtige inhaltliche Anregungen.

Interessierte Jugendliche können sich bei Jochen Dallmer (This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.) für die Veranstaltung anmelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro (inkl. Übernachtung und Verpflegung), Fahrtkosten (bis BahnCard50 Tarif) werden erstattet.

Zeit: 15. - 17. Mai 2009
Ort: Göttingen

Alle weiteren Informationen zum Jugendkongress sind unter http://www.konsum-global.de/index.php?option=com_content&task=view&id=56&Itemid=52 abrufbar.

 


 

4th CORE Conference 2009
Das Öko-Institut, die Fondazione Eni Enrico Mattei (FEEM) und das International Centre for Corporate Social Responsibility (ICCSR) der Universität Nottingham laden vom 15. bis zum 16. Juni 2009 zur 4. CORE-Konferenz nach Berlin ein. Thematischer Schwerpunkt der Veranstaltung ist die Frage, wie Corporate Social Responsibility die Kernstrategien der Europäischen Union unterstützen kann. Zielgruppe der Konferenz sind Nachwuchs-Wissenschaftler, die sich einerseits mit eigenen Beiträgen einbringen und andererseits mit anerkannten CSR-Forschern austauschen können.

Zeit: 15. - 16. Juni 2009
Ort: Berlin

Weitere Informationen unter: http://www.core-conferences.net/index.aspx

 



Dritte Jahreskonferenz "Green IT" auf der CeBIT
Am 5. März 2009 wird im Rahmen der CeBIT in der "Green IT World" in Hannover die dritte gemeinsame Jahreskonferenz des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und des Umweltbundesamtes (UBA) stattfinden. Unter dem Thema "Nachhaltigkeit in einer digitalen Welt. Vom Potenzial zur Realisierung" beleuchten zunächst Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und BITKOM-Präsidiumsmitglied Martin Jetter die Herausforderungen und Chancen der Green IT zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz. Als hochrangige Gastredner haben zudem Prof. Urs Hölzle (CTO Google) und Graham Vickery (OECD) zugesagt. Im Nachmittagsprogramm sind Beiträge namhafter IT-Anwender, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und der Wissenschaft zu ausgewählten Best Practices geplant.

Weitere Informationen unter: http://www.bmu.de/veranstaltungen/konferenzen/doc/42944.php

 


 

Das UBA im Fachforum der "Green IT World"
Im Rahmen der CeBIT 2009 findet - begleitend zur Fachausstellung "Green IT World" - vom 3. bis 8. März 2009 ein Fachforum mit verschiedenen Referentinnen und Referenten statt. Schwerpunkte der einzelnen Tage sind Ressourcenschutz/International initiatives and visions on Green IT, Klimaschutz, Rechenzentren, Verbraucherinteressen und Bildung. Podiumsdiskussionen mit dem ehemaligen Umweltminister und Executive Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Herrn Prof. Klaus Töpfer, und Herrn Dr. Holzmann, Vizepräsident des UBA, sowie ein CIO-Kolloquium verbinden die Themen auf anspruchsvolle Weise miteinander.

Unter der Federführung des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWI) beginnt das Forum am 3. März 2009 mit der Vorstellung des neuen Technologie-Förderschwerpunktes zur E-Energy (Electronical Energy - IKT-basiertes Energiesystem der Zukunft). Unternehmen der IT-Branche wie British Telecom Germany, TIA, Hitachi, Nokia Siemens berichten über ihre Erfahrungen und Projekte zur Ressourceneffizienz und zu nachhaltigem Wirtschaften. Der Mittwoch (4. März 2009) widmet sich dem Klimaschutz - hier wird von der BMU-Initiative "Prima Klima auf dem Schreibtisch" über abfallwirtschaftliche Anforderungen für die Ressourceneffizienz und weiterer Präsentationen der Wettbewerbsteilnehmer des E-Energy-Programms die erhebliche Bandbreite der Aktivitäten im Klimaschutz deutlich. Nach der Jahreskonferenz von Bitkom, BMU und UBA beginnt am Freitag, dem 6. März 2009, der Tag der Rechenzentren. Erfolgreiche Praxisbeispiele werden präsentiert, internationale Projekte - unter anderem aus den Niederlanden, der Schweiz und Österreich - vorgestellt und Förderprogramme erläutert. Am Samstag haben Verbraucher und Verbraucherinnen die Möglichkeit sich über energieeffiziente Websites, den Einsatz und Handel gebrauchter IKT-Produkte und freie Software zu informieren. Junge IKT-Spezialisten erfahren am Sonntag (8. März 2009), dass Informationssysteme der Schulen in Zukunft auch ihren Beitrag zum Klimaschutz und zur Ressourceneffizienz leisten können.

Weitere Informationen zum Fachforum auf der Green IT World unter http://www.bitkom.org/de/themen_gremien/51051_55520.aspx. Eine Sammlung von Publikationen zum Thema und die Präsentationen des Fachforums finden Sie unter: http://www.umweltbundesamt.de/cebit

 


 

Umweltschutz wird als Wirtschaftsfaktor immer wichtiger - erster Umweltwirtschaftsbericht vorgelegt
Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt haben am 16. Januar 2009 den ersten Umweltwirtschaftsbericht veröffentlicht. Die gemeinsame Publikation zeigt die enge Verknüpfung zwischen Ökologie und Ökonomie und die neue Rolle der Umweltpolitik. "Der Umweltwirtschaftsbericht hilft, die Diskussionen um das Verhältnis von Umwelt und Wirtschaft zu versachlichen. Angesichts der doppelten Herausforderung durch Wirtschafts- und Klimakrise brauchen wir gerade jetzt solide und klare Entscheidungsgrundlagen für eine ökologische Industriepolitik", so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Umweltschutz wird als Wirtschaftsfaktor immer wichtiger. Mehr als 5 Prozent der Industriegüterproduktion in Deutschland entfielen 2007 auf Umweltschutzgüter. Deutschland ist beim Handel mit Umweltschutzgütern Weltspitze. Das schlägt sich auch auf dem Arbeitsmarkt nieder: Die Umweltjobs boomen. Fast 1,8 Millionen Menschen finden in Deutschland hier Brot und Arbeit, mit weiter steigender Tendenz.
Der Bericht belegt, dass sich Umweltschutz auszahlt - gerade auch angesichts langfristig steigender Energie- und Rohstoffpreise sowie der großen Bedeutung der Energie- und Materialkosten im verarbeitenden Gewerbe. Umweltschutzanforderungen machen Unternehmen innovativer und damit fit für die Zukunft. Und Umweltschutz ist volkswirtschaftlich eine lohnende Investition. Denn er verringert Umweltschäden, deren Kosten die Gesellschaft ansonsten zu tragen hätte. So erreichen beispielsweise die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz vermiedenen Umweltschäden bereits heute die gleiche Größenordnung wie die durch die Umsetzung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bedingten Investitionskosten für die Volkswirtschaft. In rund zehn Jahren wird der Nutzen doppelt so groß sein wie die Zusatzkosten.

In den Märkten der Zukunft eröffnen sich für innovative Unternehmen gewaltige Chancen. Umweltpolitik ist heute auch Innovationspolitik, Investitionspolitik, Beschäftigungspolitik und vorausschauende Standortpolitik. "Umwelt und Wirtschaft sind kein Gegensatz - wer auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich sein will, muss sich frühzeitig auf neue Herausforderungen wie den Klimaschutz und knapper werdende natürliche Ressourcen einstellen. Die Umweltpolitik muss diesen Prozess beschleunigen, indem sie Umweltinnovationen fördert und Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten umweltfreundlicher Produkte und Techniken beseitigt", so der Präsident des Umweltbundesamtes, Prof. Dr. Andreas Troge.

Der erste Umweltwirtschaftsbericht ist abrufbar unter: http://www.bmu.de/wirtschaft_und_umwelt/downloads/doc/42923.php

 


 

Masterplan Umwelttechnologien - Bundesregierung will Leitmärkte für Umwelttechnologien erschließen
Auf Initiative des Bundesforschungs- und des Bundesumweltministeriums hat die Bundesregierung im November 2008 den "Masterplan Umwelttechnologien" verabschiedet. Er sieht vor, in engem Dialog mit den betroffenen Unternehmen, die Instrumente der Umwelt- und Innovationspolitik noch stärker als bisher zu verzahnen, um das große ökonomische Potenzial der Umwelttechniken gezielt für die deutsche Wirtschaft zu erschließen. Mit einem Welthandelsanteil von 16 Prozent bei den Umweltschutzgütern verfügen deutsche Unternehmen schon heute über eine Spitzenposition auf dem Weltmarkt. Bis zum Jahr 2020 könnte sich das globale Marktvolumen für Umweltschutztechnik noch einmal mehr als verdoppeln. Mit dem Masterplan will die Bundesregierung Unternehmen ganz konkret dabei unterstützen, diese Zukunftsmärkte zu erschließen. Im Mittelpunkt werden zunächst die Bereiche Wasser, Rohstoffe und Klimaschutz stehen, später sollen weitere Teilmärkte einbezogen werden. Kernelemente des Masterplans sind die Forschungsförderung, der Transfer und die Verbreitung der Anwendung neuer Technologien, Verbesserungen in den Bereichen Bildung und Ausbildung sowie die Unterstützung des innovativen Mittelstands vor allem im Bereich der internationalen Kooperation.

Unter http://www.bmu.de/wirtschaft_und_umwelt/downloads/doc/42558.php steht der Masterplan Umwelttechnologien zum Herunterladen bereit.

 


 

Dritte Konferenz des Netzwerks Ressourceneffizienz
Zum mittlerweile dritten Mal hat sich das "Netzwerk Ressourceneffizienz" am 29. Januar 2009 in Berlin getroffen. Der Schwerpunkt der Konferenz lag diesmal auf dem Thema "Erfolgreiche Netzwerke". Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller, stellte zu Beginn der Konferenz die neuen Entwicklungen sowie die aktuellen Aktivitäten des Netzwerks vor. Good Practice-Beispiele, wichtige Aktivitäten des "Netzwerk Ressourceneffizienz" und die Erfahrungen aus der täglichen Netzwerkarbeit waren anschließend Thema der Vorträge und einer intensiven Diskussion. Die Dialogprozesse zwischen den Netzwerkmitgliedern standen zudem im Zentrum. Das Thema Qualifizierung bildete den Mittelpunkt der ersten Dialogrunde. In der zweiten Dialogrunde wurde auf der Basis der Innovations-Radar-Idee der vorhergehenden Netzwerkkonferenz die vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und Bundesumweltministerium geplante Umsetzung in Form einer Innovationsplattform im Rahmen eines Kompetenzzentrums für Ressourceneffizienztechnologien diskutiert. In einer gemeinsamen Abschlussrunde wurden die Ergebnisse aus den Dialogrunden vorgestellt. Abschließend fasste Dr. Ulf Jaeckel, Referatsleiter im Bundesumweltministerium, die Diskussionen des Tages zusammen. Dr. Kora Kristof, wissenschaftliche Leiterin im Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie GmbH, gab einen Ausblick auf die nächsten Schritte der Netzwerkarbeit. Die nächste Konferenz findet am 26. Juni 2009 in Berlin statt.

Weitere Informationen zum Netzwerk Ressourceneffizienz unter http://www.netzwerk-ressourceneffizienz.de/de/home.

 


 

Europäisches Themenzentrum zu Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion nimmt Arbeit auf
Am 1. Januar 2009 hat das neue Europäische Themenzentrum zu Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion (ETC SCP) unter Federführung des Danish Topic Centre on Waste mit Sitz in Kopenhagen und unter Beteiligung sieben europäischer Organisationen (z. B. das Umweltbundesamt) seine Arbeit aufgenommen. Für einen Zeitraum von fünf Jahren unterstützt das neue ETC SCP die Europäische Umweltagentur bei der strategischen Entwicklung des Arbeitsfeldes "Förderung von Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion". Ziel ist es, die politische Bedeutung des Themenfeldes "Förderung von Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion" in Europa zu steigern, die Wahrnehmung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in der Wirtschaft zu verbessern und das Bewusstsein über nachhaltigen Konsum bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern in Europa zu befördern. Die in der Rahmenarbeitsplanung zwischen Europäischer Umweltagentur und dem ETC SCP vereinbarten Schwerpunkte umfassen die Bereitstellung von Daten und Informationen zu Konsumtrends in zentralen Bedürfnisfeldern (Ernährung, Bauen und Wohnen, Mobilität, Tourismus) und deren Umweltwirkungen, die Identifikation und Entwicklung von Handlungsstrategien, die eine Umsetzung des von der EU-Kommission im Sommer 2008 vorgelegten Aktionsplans für Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion sowie für nachhaltige Industriepolitik unterstützen und die Entwicklung von Indikatoren, um nachhaltige Entwicklungsprozesse in Europa und auf Ebene der Mitgliedstaaten bewerten zu können. Die Arbeiten des ETC SCP fließen direkt in die laufenden Aktivitäten der Europäischen Umweltagentur ein, so z. B. bei der Erstellung des State of the Environment and Outlooks Reports für das Jahr 2010, oder der Durchführung von Workshops im Rahmen des Europäischen Informations- und Beobachtungsnetzwerks (Eionet), z. B. zu Fragen des Ressourcenschutzes und Abfallmanagements.

Weitere Informationen zum Europäischen Themenzentrums zu Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion finden Sie unter: http://scp.eionet.europa.eu

 


 

UN Inter Agency Network on Sustainable Consumption and Production konstituiert
Im Dezember 2008 ist unter Federführung der United Nations Division on Economic and Social Affairs (UNDESA) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) das UN Inter Agency Network on Sustainable Consumption and Production gegründet worden. Unter Beteiligung von bisher zwölf UN-Einrichtungen und -Programmen ist es Ziel des Netzwerkes, die Zusammenarbeit innerhalb der Vereinten Nationen zu diesem integrativen Handlungsfeld zu stärken und die Beiträge der einzelnen UN-Einrichtungen und -Programme besser abzustimmen und zu bündeln. Dies bezieht sich z. B. auf den für die nächsten beiden Jahre anstehenden Review-Prozess der UN-Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD) zu internationalen Aktivitäten im Bereich Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster, die Vorbereitung eines globalen 10-Jahres-Rahmenprogramms für den Zeitraum 2012-2021 sowie auf die Stärkung des politischen Handlungsfeldes Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion für die Entwicklung eines Konzepts für eine "Green Economy" auf globaler Ebene.

Weitere Informationen über das Netzwerk unter http://www.unep.fr/scp/marrakech.

 


 

CSR-Europe stellt neues Portal und neue Toolbox vor
Das Unternehmensnetzwerk CSR-Europe hat zwei neue Angebote vorgestellt, die Unternehmen dabei unterstützen sollen, noch nachhaltiger zu produzieren und entsprechende Corporate Social Responsibility (CSR)-Strategien zu entwickeln.
Wie Unternehmen ökologische und soziale Verbesserungen in ihrer Zuliefererkette erreichen können, ist Thema des Online-Portals "Responsible Supply Chain Management". Es versammelt detaillierte Hintergrundinformationen zu internationalen Standards und Verhaltenskodices sowie Referenzmaterialien im Bezug auf Audits und Trainingsprogramme für Zulieferer. Zudem sind eine Reihe von Best Practices und praxisorientierten Management-Instrumenten hinterlegt.

Die CSR-Toolbox ist das Ergebnis so genannter CSR-Laboratories, Multi-Stakeholder-Projekte, in denen Unternehmen und zivilgesellschaftliche Akteure gemeinsam Ideen und Erfahrungen zum Thema CSR gesammelt haben. Sie umfasst Leitfäden, Best Practices, Hintergrundinformationen und aktuelle Nachrichten zu den verschiedenen Aspekten verantwortlicher Unternehmensführung und soll es Unternehmen erleichtern, CSR zu einem integralen Bestandteil der Unternehmenspraxis zu machen.

Die Toolbox steht unter http://www.csreurope.org/pages/en/toolbox.html zur Verfügung. Das Online-Portal "Responsible Supply Chain Management" finden Sie unter: http://www.csr-supplychain.org

 


 

Greenpeace: Kleine Fortschritte bei "grüner" Unterhaltungselektronik
In zwei neuen Publikationen hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace untersucht, wie erfolgreich führende Hersteller dabei sind, dem Begriff "Green IT" Leben einzuhauchen und tatsächlich umweltverträgliche Geräte zu produzieren. Dabei birgt die zehnte Auflage des regelmäßig aktualisierten "Guide to greener electronics" wenig Überraschungen. Ökologischer Branchenprimus ist aus der Sicht von Greenpeace auch weiterhin Nokia, das immerhin 6,9 von zehn zu vergebenden Punkten erhält. Positiv bewertet Greenpeace dabei etwa die Bemühungen des Konzerns den Einsatz gefährlicher Chemikalien weiter zu minimieren sowie die Tatsache, dass die Ladegeräte aller neuen Modelle die Anforderungen des Energy Star um 30 bis 90 Prozent übertreffen. Schlusslicht unter den 18 verglichenen Herstellern von Computern, Mobiltelefonen, Fernsehgeräten und Spielekonsolen bleibt Nintendo. Auch Microsoft und Lenovo schneiden insgesamt schlecht ab.

Umso verblüffender sind auf den ersten Blick die Ergebnisse der Studie "Green Electronics: The Search Continues", die Greenpeace auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vorstellte. In ihr werden für verschiedene Produktgruppen die jeweils umweltverträglichsten Geräte - bezogen auf die verwendeten chemischen Substanzen, den Energieverbrauch, die Recycling-Fähigkeit sowie die Transparenz der Umweltdaten - prämiert. Und hier konnte der chinesische PC-Hersteller Lenovo bei Desktop-Computern und Monitoren gleich zwei Spitzenplätze einfahren. Zurückzuführen ist dies laut Greenpeace darauf, dass es sich bei umweltverträglichen Geräten meist um teure Nischenprodukte handelt, die wenig über die Umweltverträglichkeit der gesamten Produktpalette eines Herstellers aussagen. Zwar sei die Unterhaltungselektronik innerhalb des letzten Jahres insgesamt umweltfreundlicher geworden, es sei aber notwendig, dass ökologische Innovationen flächendeckend zum Einsatz kämen.

Unter http://www.greenpeace.org/international/press/reports/green-electronics-survey-2 steht die Studie zum kostenlosen Herunterladen bereit. Der Guide to greener electronics ist abrufbar unter:
http://www.greenpeace.org/raw/content/international/press/reports/Guide-Greener-Electronics-10-edition.pdf

 


 

Neues Informationsportal zum Nachhaltigen Bauen
Eine Fülle von Informationen rund um das Thema Nachhaltiges Bauen hält ein neues Internetportal des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) bereit. Die Online-Plattform Nachhaltiges Bauen versteht sich als Schnittstelle für Bauverwaltungen, Planer, Bauherren, Zertifizierer sowie andere Interessierte und stellt diesen - neben allgemeinen Hintergrundinformationen zum Thema - die Leitfäden und Arbeitshilfen des Bundes sowie umfangreiches Datenmaterial zur Nachhaltigkeitsbewertung zur Verfügung. Hinzu kommen Best Practice-Darstellungen, ein Veranstaltungskalender und detaillierte Informationen zum Deutschen Gütesiegel Nachhaltiges Bauen. Dabei handelt es sich um ein gemeinsam vom BMVBS und der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB) entwickeltes Bewertungssystem, das den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden betrachtet und besonders nachhaltige Gebäude auszeichnet. Das Gütesiegel wird in Gold, Silber und Bronze verliehen und soll innovative und nachhaltige Ansätze für alle Marktteilnehmer sichtbar machen. Auf der internationalen Leitmesse BAU 2009, die vom 12. bis zum 17. Januar 2009 in München stattfand, wurde das Gütesiegel erstmals an 16 neugebaute Büro- und Verwaltungsgebäude vergeben.

Die Internetadresse des Portals lautet: http://www.nachhaltigesbauen.de

 


 

CSR WeltWeit: Deutsche Unternehmen - global engagiert
Das Auswärtige Amt und die Bertelsmann Stiftung haben unter dem Titel "CSR WeltWeit: Deutsche Unternehmen - global engagiert" ein gemeinsames Internetportal gestartet, das deutschen Unternehmen Hilfestellung bei der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung an Standorten im Ausland leisten und dieses Engagement vor Ort sichtbar machen will. Das Portal richtet sich vor allem an Entscheidungsträger und CSR-Verantwortliche kleiner und mittlerer Unternehmen. Sie finden hier ein breites Angebot an Informationen, wie bei Auslandsinvestitionen soziale und ökologische Aktivitäten erfolgreich umgesetzt werden können. Länderprofile informieren über den Stellenwert von CSR im jeweiligen Land, die Erwartungshaltung gegenüber deutschen Unternehmen und mögliche Kooperationspartner vor Ort. Fallstudien veranschaulichen, wie deutsche Unternehmen sich heute bereits erfolgreich gesellschaftlich im Ausland engagieren. Konkrete praxisbezogene Tipps zur Planung und Umsetzung der CSR-Projekte im Ausland sowie die Möglichkeit eigene Best Practice-Beispiele zu präsentieren, runden das Angebot ab.

Das Portal ist im Internet erreichbar unter: http://www.csr-weltweit.de

 


 

Initiative "Nachhaltig handeln.": VERBRAUCHER INITIATIVE startet CSR-Befragung
Die Initiative "Nachhaltig handeln." wird mit dem neuen Projekt "Umwelt- und Sozialverantwortung in Handelsunternehmen" fortgeführt. Ziel ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Handelsunternehmen zu mehr Engagement beim nachhaltigen Konsum zu motivieren.
Derzeit ermittelt die VERBRAUCHER INITIATIVE mit Hilfe einer Befragung den Stand des gesellschaftlichen Engagements (CSR - Corporate Social Responsibility) im Einzelhandel. Unternehmen sind deshalb aufgerufen sich bei der Befragung zu beteiligen. Besonders für solche Handelsunternehmen, die noch am Anfang einer Nachhaltigkeitsstrategie stehen, bietet der Fragebogen eine sehr gute Möglichkeit, sich einen Überblick über den Stand des eigenen CSR-Managements zu verschaffen. Nicht zuletzt trägt die Teilnahme dazu bei, sich mit den nachhaltigen Unternehmensaktivitäten glaubwürdig und öffentlichkeitswirksam darzustellen.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie das Umweltbundesamt fördern das Projekt (Projektleitung VERBRAUCHER INITIATIVE: Dr. Melanie Weber).

 


 

VERBRAUCHER INITIATIVE veröffentlicht Energie-Ratgeber
Um sowohl bei Verbraucherinnen und Verbrauchern als auch bei Handelsunternehmen den nachhaltigen Konsum zu fördern, wurden im Rahmen des Projekts "Förderung stromeffizienter Produkte am Point of Sale" der Initiative "Nachhaltig handeln." gemeinsam mit dem Einzelhandel Maßnahmen direkt am Verkaufsort (Point of Sale) umgesetzt. Im Laufe des Projekts, welches das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt unterstützen, konnten drei Kooperationen mit Handelsunternehmen realisiert werden. Die VERBRAUCHER INITIATIVE entwickelte zusammen mit dem Versandhandelsunternehmen Quelle einen Energie-Kostencheck. Außerdem wurden in Kooperation mit dm-drogerie markt 850.000 Exemplare des Ratgebers "Klimafreundlich einkaufen" an die Kunden verteilt.
Jetzt wurde eine dritte Kooperation realisiert. Gemeinsam mit der expert AG - mit bundesweit 400 Filialen einem der größten Elektrohändler Europas - verbreitet die VERBRAUCHER INITIATIVE den kostenlosen Ratgeber "Strom & Geld sparen". Dieser informiert u. a. über die Energiesparpotentiale durch energieeffiziente Elektrogeräte und eine energiesparende Nutzung der Haushalts- und Bürogeräte. Schwerpunkte liegen auf der Vermittlung der Lebenszykluskosten und der stärkeren Beachtung der Leerlaufverluste.

Zusammen mit dem Elektrohändler wurden über 300.000 Exemplare des Ratgebers in allen 400 expert-Fachmärkten an Kunden verteilt. Durch die Ansprache am Verkaufsort konnten sich Kunden in den Verkaufsmärkten unmittelbar beim Kauf elektronischer Geräte über die Vorteile energieeffizienter Produkte informieren. Die expert AG wies mit der Aktion auf seine energiesparenden Produktalternativen hin: "Der Elektrohandel bietet zahlreiche energieeffiziente Produktalternativen", so Wolfgang Brenner von der expert-Zentrale. "Beim Neukauf von Elektrogeräten sollten Verbraucher nicht nur auf den Einkaufspreis, sondern auch auf Strom- und Wasserverbrauch achten."

Die Medienresonanz auf die im Januar herausgegebene gemeinsame Presseerklärung von der expert AG und der VERBRAUCHER INITIATIVE fiel überaus positiv aus. So erschien die Mitteilung überwiegend ungekürzt in einer Reihe von Online-Portalen und war Grundlage für mehrere Radiobeiträge.

Die Broschüre steht auf http://www.nachhaltige-produkte.de kostenlos zur Verfügung. Hier finden Verbraucherinnen und Verbraucher weitere praktische Informationen zum Strom sparenden Einkauf.

 


 

Neue BMBF-Broschüre "Klimaschutz erfordert Handeln"
Unter dem Titel "Klimaschutz erfordert Handeln" hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Broschüre veröffentlicht, die Ergebnisse aus Forschungsvorhaben des Förderschwerpunktes "Sozial-ökologische Forschung" präsentiert. Im ersten Teil der 40-seitigen Publikation werden Projekte vorgestellt, in denen konkrete Klimaschutzstrategien ausgearbeitet wurden, im zweiten Teil transdisziplinäre Forschungsansätze, die beispielhaft aufzeigen, auf welchem Wege die sozial-ökologische Forschung wirksame und nachhaltige Lösungsstrategien, Methoden und Instrumente für die Klimaforschung entwickeln kann. Die vorgestellten Projekte loten die Handlungsspielräume der Konsumenten, Kommunen und Nichtregierungsorganisationen in Bezug auf klimafreundliche Verhaltensweisen und -änderungen aus, wobei die Themenbereiche "Klimaschutzpolitik und Energieversorgung" sowie "Integrierte Handlungskonzepte für einen klimafreundlichen Konsum" im Mittelpunkt stehen.

Die Broschüre steht unter http://www.bmbf.de/publikationen/2701.php zum Download bereit.

 


 

Die nächste industrielle Revolution - Die Cradle to Cradle-Community
"Cradle to Cradle", also von der Wiege zur Wiege, lautet das Prinzip der beiden ökologischen Vordenker Michael Braungart und William McDonough. Es beruht darauf, Produkte so zu konzipieren, dass sie nach Gebrauch komplett weiterverwertet werden können. Ziel ist ein ewiger Kreislauf, in dem etwa Metalle und Plastik nahezu unbegrenzt wieder verwendet werden und zudem verstärkt auf natürliche Rohstoffe gesetzt wird, die als biologische Nährstoffe wieder in die Biosphäre gelangen - wie im Falle des bereits auf dem Markt erhältlichen kompostierbaren T-Shirts. In ihrem Buch "Die nächste industrielle Revolution" erläutern die Autoren das Cradle to Cradle-Prinzip und stellen Firmen vor, die bereits erfolgreich nach diesem Prinzip produzieren. Ziel der Autoren ist es, Interesse für diesen neuen Ansatz zu wecken, seine Praktikabilität unter Beweis zu stellen und somit die Marktdurchdringung mit innovativen, nachhaltigen Produkten zu beschleunigen.

Braungart, Michael und William McDonough (Hrsg.): Die nächste industrielle Revolution. Die Cradle to Cradle-Community. Europäische Verlagsanstalt, 2008, 25 Euro, ISBN 978-3-434-50616-4.

Weitere Informationen unter: http://eva.juni.com/eva/details.php?p_id=231&ojid=ecf69c1948503697d10659a306628362

 


 

Sustainable Consumption Facts and Trends - From a business perspective
Der World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) liefert in seiner Publikation "Sustainable Consumption Facts and Trends - From a business perspective" eine Bestandaufnahme der jüngsten Trends und Entwicklungen im Hinblick auf die globalen Konsummuster und untersucht dabei das Verhältnis zwischen Geschäftsaktivitäten, Verbraucherverhalten und ökologischen sowie sozialen Herausforderungen. Darin erkennen die im WBCSD zusammengeschlossenen Unternehmen die Notwendigkeit an, eine Führungsrolle bei der Förderung nachhaltiger Konsummuster zu übernehmen. Dies soll über nachhaltige Produktinnovationen und die Verdrängung von nicht-nachhaltigen Produkten aus dem Markt sowie Marketing- und Aufklärungs-Kampagnen geschehen, die Verbraucherinnen und Verbraucher in die Lage versetzen und ermutigen, nachhaltige Produkte auszuwählen und effizient einzusetzen. Zudem plädieren die Autoren dafür, den Dialog sowohl unter den Unternehmen als auch mit anderen Interessengruppen - wie Verbraucherinnen und Verbrauchern, Zulieferern sowie politischen Entscheidungsträgern - weiter zu vertiefen.

Herunterladen können Sie die Broschüre unter: http://www.wbcsd.org/DocRoot/I9Xwhv7X5V8cDIHbHC3G/WBCSD_Sustainable_Consumption_web.pdf

 


 

Fünftes Deutsches CSR-Forum - Forum EnviComm
Unter dem Motto "Verantwortung tragen - Verantwortlichkeit managen" findet am 27. und 28. April 2009 in Stuttgart das fünfte Deutsche CSR-Forum - Forum EnviComm statt. Das Forum ist eine der größten CSR-Konferenzen im deutschsprachigen Raum und versteht sich als Plattform für Entscheider und Kommunikatoren aus Wirtschaft und Verwaltung. Sie können hier über das gesellschaftliche Engagement ihrer Unternehmen informieren, entsprechende Nachhaltigkeits-Aktivitäten präsentieren und den Austausch mit Politik, Wissenschaft, Medien und Nichtregierungsorganisationen suchen. Ein Marktplatz, eine NGO-Lounge und eine Projektbörse geben sowohl Unternehmen als auch Nichtregierungsorganisationen Gelegenheit, eigene Projekte und Projektideen zu präsentieren, Partner der jeweils anderen Seite für ihre Vorhaben zu gewinnen und neue Kooperationen zu schmieden.

Zeit: 27. - 28. April 2009
Ort: Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg, Willi-Bleicher-Str. 19, 70174 Stuttgart

Das Programm und die Anmeldeunterlagen sowie alle weiteren Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie unter: http://www.envicomm.org/2009

 


 

Internationale Konferenz und Workshop des CSCP zu Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion
Das UNEP/Wuppertal Institute Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) veranstaltet vom 16. bis zum 18. März 2009 eine internationale Konferenz "Dialogue and Action for Sustainable Consumption and Production". Sie widmet sich der Frage, wie Bewegungen und Initiativen, die sich für nachhaltigere Konsum- und Produktionsmuster einsetzen, politische Prozesse am besten beeinflussen und zu einem Bewusstseinswandel bei Konsumenten und Unternehmen beitragen können. Die Veranstaltung soll insbesondere als Diskussions- und Handlungsplattform für zwei konkrete Vorhaben des CSCP dienen: das Projekt "Action Town - Research and Action for Sustainable Consumption and Production" zur Förderung des Erfahrungsaustauschs und der Bildung von Partnerschaften zwischen Bürgerbewegungen und Forschern sowie die "Civil Society Platform on Sustainable Consumption and Production", die Bürgerbewegungen in die Lage versetzen will, erfolgreich Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen, für die eigene Arbeit Sponsoren sowie Forschungsbedarf zu identifizieren und entsprechende Kooperationen zu initiieren.

Ein weiterer Workshop am 31. März 2009 beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Informationen zu Umwelteigenschaften von Produkten besser kommunizieren lassen. Die Veranstaltung bietet Vertretern der Handelsunternehmen und ihren Zulieferern die Möglichkeit, gemeinsam Modelle für eine effektivere Kommunikation sowohl untereinander als auch gegenüber Konsumentinnen und Konsumenten zu entwickeln und abzustimmen. Ziel ist es, als Folgeaktivität zu diesem Workshop eine Multi-Stakeholder-Projektgruppe ins Leben zu rufen und mit der UNEP/SETAC Life Cycle Initiative zu verknüpfen, in der führende Handelsunternehmen, ihre Zulieferer sowie ausgewählte Ökobilanz-Experten auch längerfristig auf diesem Gebiet zusammenarbeiten.

Weitere Informationen zu den beiden Veranstaltungen finden Sie unter: http://www.scp-dialogue.net/news.html bzw. http://www.unep.fr/scp/events/details.asp?id=540

 


 

ITB Corporate Social Responsibility Day
Im Rahmen der Touristikmesse ITB Berlin findet vom 11. bis zum 14. März 2009 der "ITB Berlin Kongress Market Trends & Innovations 2009" statt. Zum Programm zählt erstmals auch der ITB Corporate Social Responsibility Day, der Ausdruck der stetig steigenden Bedeutung des nachhaltigen Tourismus für die Branche ist. Dort werden am 12. März 2009 exklusiv die Ergebnisse einer Studie zur CSR-Preisbereitschaft von Verbraucherinnen und Verbrauchern vorgestellt und sowohl Best Practices als auch Visionen und zukünftige Herausforderungen im Hinblick auf mehr Unternehmensverantwortung im Tourismussektor präsentiert und diskutiert. Ein weiteres Schwerpunktthema wird die CSR-Berichterstattung sein, verbunden mit der Frage, ob Nachhaltigkeitsberichte die gewünschte Wirkung zeigen und welche Erfahrungen die Branchenvorreiter hier gemacht haben.

Zeit: 12. März 2009, 11 - 18 Uhr
Ort: Messe Berlin, Halle 7.1 a, Saal New York 2

Alle weiteren Informationen zum ITB Berlin Kongress und dem ITB Corporate Social Responsibility Day sind erhältlich unter: http://www.itb-kongress.de

 


 

Konferenz Re-source 2009: "Ressourcen- und Recyclingstrategien - von der Idee zum Handeln"
Unter der Schirmherrschaft der Umweltministerien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz findet am 23. und 24. Juni 2009 im Presse- und Besucherzentrum der Bundesregierung in Berlin eine Konferenz zur nachhaltigen Ressourcennutzung mit abfallwirtschaftlichem Schwerpunkt statt. Die "Re-source 2009" zeigt den Entwicklungsstand, mögliche Hemmnisse sowie Potenziale bei der Steigerung der Ressourcen- und insbesondere der Materialeffizienz auf. Entlang des gesamten Lebensweges von Materialien werden anhand von Beispielen Lösungsansätze sowie Strategien und wissenschaftlich-technische Innovationen dargestellt. Deutschland, Österreich und die Schweiz stellen diesbezüglich ihre aktuellen und zukünftigen umweltpolitischen Schwerpunkte vor. Die Veranstaltung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter von Behörden und Ministerien, der Wissenschaft, der Wirtschaft und Industrie sowie von Nichtregierungsorganisationen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung finden Sie unter: http://www.re-source2009.info

 


 

Der Blaue Engel aktiv im Klimaschutz
Der Blaue Engel setzt künftig stärker auf den Klimaschutz: Mit Beginn des kommenden Jahres wird das älteste und bekannteste Umweltzeichen der Welt verstärkt besonders energiesparende und klimafreundliche Waren und Dienstleistungen kennzeichnen und den Verbraucherinnen und Verbrauchern damit eine bessere Orientierung beim Kauf liefern. Zunächst soll es das neue Zeichen für zehn besonders verbrauchernahe Produktgruppen mit hoher Klimarelevanz, wie Kühlschränke und Waschmaschinen sowie Fernsehgeräte und Espressomaschinen, geben. Das Öko-Institut e.V. erarbeitet hierzu die Vergabekriterien.

Im Laufe der kommenden drei Jahre sollen dann bis zu 90 weitere wichtige Produktgruppen hinzukommen. Damit die Verbraucherinnen und Verbraucher die besten Produkte hinsichtlich des Klimaschutzes noch leichter erkennen können, wird dies auch im Logo des Blauen Engel kenntlich gemacht. Top-Runner - also besonders effiziente Spitzengeräte - sind in vielen Produktgruppen bereits heute auf dem Markt verfügbar. Hersteller und Händler bewerben sie jedoch oft nicht angemessen, und Verbraucherinnen und Verbraucher fragen diese Produkte nur unzureichend nach. Mit der Lenkung der Nachfrage hin zu effizienten Geräten lässt sich Energie einsparen und damit die Freisetzung klimaschädlicher Gase vermindern. Das neue Klimaschutzzeichen zeigt den Verbraucherinnen und Verbrauchern, welche Produkte besonders energiesparend und klimafreundlich sind.

Zur Jubiläumsveranstaltung des Blauen Engel in Berlin lud das Bundesumweltministerium alle Partner des Umweltzeichens aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ein, die an der Jubiläumskampagne aktiv teilnahmen. Die Tour des Blauer Engel-Aktionsbusses von Mai bis Mitte September unterstützten alle Bundesländer. Zudem beteiligten sich etwa 50 Handels- und Industrieunternehmen sowie Umwelt- und Verbraucherverbände an der Kampagne.

Mehr Informationen rund um das neue Klimaschutzzeichen liefert das Informationspapier "Umweltzeichen und Klimaschutz - Perspektiven für den Blauen Engel", das im Internet unter http://www.bmu.de/produkte_und_umwelt/doc/42590.php und
http://www.blauer-engel.de/de/blauer_engel/presse/meldungen.php?we_objectID=186
in einer Kurz- und einer Langfassung zum Download bereit steht.

Mehr zum Blauen Engel unter http://www.blauer-engel.de.

 


 

Umweltbewusstsein der Deutschen auf hohem Niveau
Das Umweltbewusstsein der Deutschen bleibt auf einem hohen Niveau: Für 91 Prozent der Bevölkerung ist der Umweltschutz wichtig. Das ist das Ergebnis einer im Auftrag von Bundesumweltministerium (BMU) und Umweltbundesamt (UBA) durchgeführten neuen Studie zum Umweltbewusstsein in Deutschland. Die Studie zeigt auch, dass das Problembewusstsein für die Risiken und Folgen des Klimawandels sehr hoch ist. Weit über 80 Prozent der Befragten befürchten, dass auf Deutschland hohe Kosten für die Beseitigung von Schäden oder zum Schutz vor den Folgen des Klimawandels zukommen. Gleichzeitig ist der Anteil der Menschen, die die Klimafolgen in Deutschland als beherrschbar einstufen, von 39 Prozent im Jahr 2006 auf 54 Prozent gestiegen. Die Studie zeigte überdies, dass etwa 80 Prozent aller Deutschen den Blauen Engel kennen. Die Voraussetzungen für dessen erfolgreiche Nutzung als Klimazeichen sind also gegeben.

Viel Zuversicht und Vertrauen wird der technischen Innovation als Problemlösung entgegengebracht. Knapp drei Viertel der Befragten erwarten, dass sich künftig durch eine konsequente Umweltschutzpolitik die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft verbessert. Allerdings: Die Menschen schieben dabei ihre eigene Verantwortung nicht einfach weg. Die Aussage, dass wir unsere Gewohnheiten im Alltag ändern müssen, findet ebenfalls eine sehr hohe Zustimmung. In der Bevölkerung ist auch ein hohes Bewusstsein für die Bedeutung der biologischen Vielfalt vorhanden. Der Erhalt natürlicher Lebensräume ist aus Sicht von über 90 Prozent der Befragten nicht nur für die Natur, sondern auch für den Menschen lebenswichtig. Generationengerechtigkeit gilt als das beste Argument für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Aber auch die Bedeutung natürlicher Lebensräume für die Erholung und damit für die Gesundheitsvorsorge spielt eine wichtige Rolle. Die Befragten sehen insgesamt einen engen Zusammenhang zwischen Umweltschutz und Gesundheit.

Die Studie Umweltbewusstsein in Deutschland 2008 verwendet erstmals die Milieumodelle des Sinus-Instituts. Mit deren Hilfe lassen sich Erkenntnisse gewinnen, die zur zielgruppenspezifischen Verbesserung der Umweltkommunikation beitragen können.

Die vom SINUS-Institut und ECOLOG-Institut erarbeitete Studie steht zum Herunterladen bereit unter: http://www.umweltbundesamt.de/umweltbewusstsein

 


 

Städte im Wettbewerb um höchste Recyclingpapier-Einsatzquoten
Im September hat die Initiative Pro Recyclingpapier den ersten Papieratlas für Deutschland veröffentlicht, der erstmals die Daten zum Papierverbrauch der deutschen Städte über 100.000 Einwohner darstellt und zugleich die erreichten Einsatzquoten von Recyclingpapier dokumentiert. Kooperationspartner sind das BMU und der Deutsche Städtetag. Medienpartner sind Business Partner PBS sowie C.ebra Zeitschrift für effiziente Beschaffung rund um Büro und Arbeitsplatz. Der Papieratlas stellt je Stadt die mittels Einsatz von Recyclingpapier erzielten Einspareffekte bei Wasser- und Energieverbrauch sowie Kohlendioxidemissionen anschaulich dar. 65 von 81 Großstädten haben sich am Wettbewerb beteiligt, was einem Anteil von über 80 Prozent entspricht. Die hohe Beteiligung zeigt das große Interesse der Kommunen, den konkreten Nutzen einer nachhaltigen Beschaffung mit einem praktischen Instrument öffentlich darzustellen.

Die 65 Städte, die an der Erhebung teilnahmen, verbrauchen 2.414.482.123 Blatt (= 12.072,4 Tonnen) Papier. Davon sind 1.710.243.755 Blatt (= 8.551,2 Tonnen) Recyclingpapier mit dem Blauen Engel. Das entspricht einem erfreulichen Anteil von über 70 Prozent im Durchschnitt. 33 Städte gaben an, den Einsatz von Recyclingpapier in der Verwaltung in Zukunft zu erhöhen, 29 Städte wollen die Quote für Recyclingpapier konstant halten und lediglich 3 Städte werden in Zukunft weniger Recyclingpapier einsetzen. Voraussetzung für den bereits erreichten hohen Verbreitungsgrad ist der qualitative Sprung, den Recyclingpapier in den letzten 30 Jahren vollzogen hat. Intensive Forschung und technologische Innovationen auf dem Sektor der Altpapieraufbereitung und der Papierherstellung ermöglichen heute die Produktion von Hightech-Recyclingpapier, das hochwertige Qualität und anspruchsvolle Ästhetik mit höchsten Umweltstandards vereint.

Die Gewinnerstadt Aachen erhielt den diesjährigen Award "Recyclingpapierfreundlichste Stadt Deutschlands" und den Preis von einer Tonne Recyclingpapier. Den zweiten Platz belegen gemeinsam die Städte Essen und Oldenburg. Ziel ist es, den Papieratlas jährlich herauszugeben, um die Entwicklung der öffentlichen Papierbeschaffung kontinuierlich zu verfolgen.

Weitere Informationen unter: http://www.papieratlas.de

 


 

McKinsey-Studie zeigt: Investitionen der Öffentlichen Hand haben enormes Potenzial für den Klimaschutz
Bund, Länder und Kommunen verfügen mit jährlichen Ausgaben für die Beschaffung in Höhe von insgesamt rund 260 Milliarden Euro über ein enormes Marktpotenzial. Davon haben über 50 Milliarden Euro unmittelbare Relevanz für "grüne" Zukunftsmärkte. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens McKinsey & Company Inc. hervor. Das BMU hatte McKinsey beauftragt, eine Studie zur "Potenzialermittlung des Beitrags öffentlicher Beschaffung zu Ökologischer Industriepolitik und Klimaschutz" zu erarbeiten. Die öffentliche Hand investiert pro Jahr rund 51 Milliarden Euro in umweltorientierte Zukunftsmärkte. Die größten Einzelposten sind Verkehrswege, Gebäudeneubau und -renovierung sowie Energiebeschaffung. Davon entfallen mit 32 Milliarden Euro rund 60 Prozent auf die Kommunen, auf die Länder 6 Milliarden und den Bund 13 Milliarden Euro.

In zahlreichen Bereichen ist die öffentliche Hand ein wichtiger Nachfrager und potenzieller Innovationstreiber. So entfallenen auf Bund, Länder und Kommunen 41 Prozent aller Investitionen im Bereich der Ver- und Entsorgung (Wasser, Abwasser, Abfall). Auch im Segment Informationstechnik und Elektrogeräte und bei Gebäudeneubau und -renovierung ist der Anteil mit zehn beziehungsweise sechs Prozent noch signifikant. Wenn bei der Beschaffung Umweltkriterien noch stärker berücksichtigt würden, wäre das im Sinne einer Ökologischen Industriepolitik ein wichtiger Innovationsmotor. In vielen Fällen lassen sich Kosteneinspar- und Umweltentlastungspotenziale mit vertretbarem Aufwand erschließen. Zum Beispiel ergeben sich über den Lebenszyklus gerechnet beim Einsatz von Hybridbussen Einsparungen in Höhe von etwa 120.000 Euro pro Bus (Treibstoffeinsparung 150.000 Euro, Mehrausgaben bei Anschaffung größerer Stückzahlen 30.000 Euro).

"Vor dem Hintergrund der McKinsey-Studie wollen wir schnellstmöglich in einem Dialog mit Ländern und Kommunen sowie auf der Bundesebene darüber beraten, wie die vorgeschlagenen Maßnahmen gemeinsam umsetzbar sind. Wir brauchen einen Beschaffungs- und Investitionspakt, in dem Kommunen, Länder und der Bund ihre Kräfte bündeln und gemeinsam vorangehen. Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, zumindest einen Teil des öffentlichen Beschaffungsbudgets, beispielsweise 25 Prozent, auf allen Verwaltungsebenen verpflichtend an die Einbeziehung anspruchsvoller Umwelt- und Sozialkriterien zu binden. In diesem Sinne haben sich auch der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen und der Rat für Nachhaltige Entwicklung geäußert", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel in der Bundespressekonferenz bei der Vorstellung der Studie.

Weitere Informationen und links zur Studie und einem Hintergrundpapier finden Sie unter: http://www.bmu.de/produkte_und_umwelt/umweltfreundliche_beschaffung/mckinsey-studie/doc/42679.php

 


 

KonsumGlobal - Die Stadtführung zum Thema nachhaltiger Konsum & Globalisierung
"Dein T-Shirt kommt aus Pakistan und ist trotzdem billiger als eine Fahrkarte in die nächste Stadt?", "Was hat Dein Hamburger mit dem Regenwald zu tun?", diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt der Stadtführungen von KonsumGlobal. Dies ist ein von BMU und UBA gefördertes, bundesweites Projekt der BUNDjugend und des Jugendumweltnetzwerks Niedersachsen JANUN. Jeans & Turnschuhe, Kaffee & Hamburger, Handys & Papier - die Globalisierung ist allgegenwärtig und viele dieser Produkte haben in ihrer Entstehung bereits mehr Länder dieser Welt bereist als die meisten von uns. Bei den etwas anderen Stadtführungen wird anhand von Produkten, die Jugendliche konsumieren, Globalisierung und Konsum genau unter die Lupe genommen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren, wie ihr Einkaufsverhalten mit umweltrelevanten und sozialen Missständen in anderen Teilen der Welt zusammenhängt und wie sie mittels bewussten Konsums Veränderungen erwirken können.

Die Führungen sind für Jugendliche im Alter von 14-20 Jahren konzipiert. Es geht quer durch die Innenstadt und 4-6 Stationen dienen der Information mittels interaktiver Methodik und als Grundlage zur Diskussion. Vor Ort aktive Jugendliche des Projektes vermitteln als Stadtführende anschaulich, was es mit nachhaltigem Konsum auf sich hat. Die Führungen dauern in der Regel 90 Minuten und eignen sich für Schulklassen ebenso wie für andere Jugendgruppen. Das Stadtführungsprojekt erhielt bereits mehrfach Auszeichnungen, zum Beispiel jüngst zum zweiten Mal die Anerkennung als offizielles Projekt der Dekade der Vereinten Nationen (UN) "Bildung für nachhaltige Entwicklung", nun für den Zeitraum 2009/2010.

Eine Übersicht über die Städte in welcher die BUNDjugend und JANUN die Führungen anbieten - mit den jeweiligen Kontakten vor Ort - findet sich auf der Internetseite des Projektes. Doch auch wenn es in der eigenen Stadt keine KonsumGlobal-Stadtführung gibt, lassen sich die Spuren ganz alltäglicher Verbrauchsgüter auf ihrem Weg in die Geschäfte um die Ecke online verfolgen und einzelne Stationen wie Papier, Fleisch oder Elektronik bequem am Bildschirm anschauen. Außerdem bietet die Webseite viele weitere Tipps, Links zu Alternativen, Informationsmaterialien zum Herunterladen und Informationen darüber, wie man selbst aktiv werden kann. Übrigens sind immer weitere aktive Jugendliche gesucht: Jede und Jeder kann in seiner eigenen Stadt eine Gruppe gründen und ist herzlich eingeladen, mitzumachen!

Mehr Informationen sind zu finden unter: http://www.konsum-global.de, Projektkoordination: Jochen Dallmer, E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it., Tel.: 0511/394 5453, Presse- & Öffentlichkeitsarbeit: Boris Demrovski, E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 


 

Autoklimaanlagen mit Kohlendioxid sind klimafreundlich und effizient
Klima schützen mit Kohlendioxid - klingt paradox? Auf den ersten Blick scheint es widersprüchlich, mit einem Treibhausgas das Klima schützen zu wollen. Aber das ist es nicht, wenn es um Kältemittel in Autoklimaanlagen geht. Dort bietet Kohlendioxid (CO2) eine klimafreundliche Alternative zum bislang eingesetzten Kältemittel Tetrafluorethan (Kältemittelbezeichnung R134a). CO2 schädigt das Klima bis zu 1300 Mal weniger als das teilfluorierte Treibhausgas. Auf der 62. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) Nutzfahrzeuge 2008 stellte das UBA einen mit einer CO2-Klimaanlage nachgerüsteten Volkswagen (VW) Touran vor. Dies ist der erste öffentlich genutzte Personenkraftwagen (Pkw) mit einer CO2-Klimaanlage weltweit. "Einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, ist die zentrale Herausforderung für die Automobilindustrie in den nächsten Jahren. Die CO2-Klimaanlage ist ein Baustein für weniger klimabelastende Fahrzeuge. Sie ist serienreif und ein herausragendes Beispiel für Klimaschutz durch technische Innovation", sagte UBA-Vizepräsident Dr. Thomas Holzmann.

Autoklimaanlagen sind bisher echte Klimasünder. Pro Kilometer verursacht ein Auto mit Klimaanlage bei mittlerer Fahrleistung - allein durch die Freisetzung von Tetrafluorethan - eine zusätzliche Emission von umgerechnet sieben Gramm CO2. Daher beschloss die EU mit der Richtlinie 2006/40/EG, dass nur noch Kältemittel mit geringem Treibhauspotenzial in Autoklimaanlagen verwendet werden dürfen. Das bisher eingesetzte Tetrafluorethan ist in der EU als Kältemittel in Pkw-Klimaanlagen für neu zugelassene Fahrzeugtypen ab 2011 verboten. Ab 2017 gilt das Verbot für alle neuen Pkw. Bei der Suche nach Alternativen zeigte CO2 (Kältemittelbezeichnung R744) klare Vorteile: Es hat eine hohe Kälteleistung, ist nicht brennbar und sofort weltweit kostengünstig verfügbar. Obwohl der Termin der Umstellung immer näher rückt, zögern die Automobilhersteller mit der Entscheidung, das umweltfreundliche CO2 für Autoklimaanlagen einzusetzen.

Messungen an dem umgerüsteten VW Touran zeigen: Die CO2-Klimaanlage kühlt sehr gut und die Anlage arbeitet energieeffizient - in normalen europäischen Sommern ist der Energieverbrauch der CO2-Klimaanlage sogar geringer als der einer R134a-Serienklimaanlage. Messungen des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) bestätigen dieses Ergebnis. Kältemittelemissionen im Umfang von weltweit mindestens 270 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr ließen sich durch den weltweiten Einsatz von CO2 in Pkw-Klimaanlagen zukünftig verhindern. Das entspricht der Menge an CO2, die 150 Millionen Kleinwagen bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometer pro Jahr emittieren.

Ein Faltblatt "Natürliche Kältemittel - CO2-Klimaanlage im Praxistest" enthält weitere Informationen und ist im Internet unter http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdfl/3639.pdf verfügbar.

Weitere Informationen zum Thema "Klimafreundliche Alternative: Autoklimaanlagen mit CO2" finden Sie unter http://www.umweltbundesamt.de/klimaschutz/index.htm

Die EU-Richtlinie 2006/40/EG über Emissionen fluorierter Treibhausgase aus Automobilklimaanlagen finden Sie im Internet unter: http://www.umweltbundesamt.de/produkte/fckw/index.htm

 


 

North American Workshop on Sustainable Consumption and Production (SCP)
Am 6. und 7. November 2008 fand in Washington der erste "North American Workshop on Sustainable Consumption and Production (SCP)" statt. Ziel der Veranstaltung war die Skizzierung eines regionalen Ansatzes zur Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster, der gleichzeitig auch einen Beitrag zum internationalen Marrakesch Prozess leistet. Zu diesem Zweck kamen 60 Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, die sich in mehreren Sitzungen schwerpunktmäßig mit den folgenden Themen auseinander setzten:

  • Abstimmung über die Inhalte von SCP und Entwicklung integrativer Visionen, Prinzipien und Konzepte für die Region Nordamerika
  • SCP in Nordamerika - Die aktuelle Lage
  • Strategien zur Förderung eines regionalen SCP-Rahmenwerkes
  • Nordamerikanische Prioritäten in Bezug auf SCP-Maßnahmen
  • Weitere Schritte auf regionaler Ebene sowie im internationalen Marrakesch-Prozess


Es bestand weitgehend Einigkeit darüber, dass zum einen den Bereichen Mobilität, Gebäude sowie Ernährung und Landwirtschaft und zum anderen sektorübergreifend den Wertschöpfungsketten sowie der nachhaltigen Produktion und Beschaffung besondere Bedeutung beigemessen werden müsse. Zudem gelte es, die Vielzahl bestehender Ansätze besser miteinander zu vernetzen und eine möglichst breite Einbeziehung verschiedener Stakeholder anzustreben. Wesentlich sei, die Bemühungen zu verstärken, Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion messbar zu machen, um Aufschluss über Stärken und Schwächen der eingeschlagenen Strategien zu erhalten.

Ausführliche Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie unter: http://www.iisd.ca/ymb/sdwsc/html/ymbvol156num1e.html

 


 

4. Europäische Regionalkonferenz zu nachhaltigen Konsum- und Produktionsmustern in Prag
Wie bereits im Newsletter 10/2008 angekündigt, trafen sich am 30./31. Oktober 2008 auf Einladung des tschechischen Umweltministeriums und der EU-Kommission ca. 100 Expertinnen und Experten aus ganz Europa unter Beteiligung von UNEP, der OECD sowie der Europäischen Umweltagentur zum „European Regional Meeting on Sustainable Consumption and Production" in Prag. Anwesend waren auch Vertreter aus den USA und Indien. Vor dem Hintergrund des im Juli 2008 von der EU-Kommission veröffentlichten Aktionsplans für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sowie für Nachhaltige Industriepolitik war Ziel der Konferenz die Positionsbestimmung der EU zum ersten, im September 2008 von UNEP und UNDESA vorgelegten Arbeitspapier eines neuen, globalen "10-year Framework of Programmes (10YFP) on Sustainable Consumption and Production (SCP)", das bis spätestens zur geplanten Rio+20-Konferenz im Jahr 2012 verabschiedet werden soll. Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Diskussion über die zukünftige Rolle der EU im Marrakesch-Prozess, die Identifizierung von Handlungsschwerpunkten sowie die Verständigung auf eine gemeinsame Roadmap für die bevorstehende CSD 18/19 in den Jahren 2010 und 2011.

In drei Arbeitsgruppen wurden folgende Themen mit Blick auf die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung des Marrakesch-Prozesses diskutiert: Wo steht Europa heute? Was konnte Europa bisher erreichen? Was waren Erfolgsfaktoren? Wo bestehen weiterhin Barrieren? Welchen Beitrag leistet der jüngst veröffentlichte EU Aktionsplan für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster? Könnte dieser auch für andere Regionen (z. B. Asien, Amerika) als Vorbild dienen? Welche Prioritäten und Ansätze sollte Europa weiter forcieren? Wo sind Entwicklungen in Europa und weltweit zu beobachten, die in einer Neugestaltung eines globalen Rahmenprogramms zu SCP unbedingt zu berücksichtigen sind?

Die Diskussion in den Arbeitsgruppen zeigte, dass trotz belegbarer Erfolge und einer gestiegenen politischen Relevanz des Handlungsfeldes in Europa die bisherigen Aktivitäten im Rahmen des Marrakesch-Prozesses weiter stabilisiert und gestärkt werden müssen. Vor allem wurde an die Mitgliedstaaten appelliert, die Unterstützung der zu wichtigen Schwerpunktthemen eingerichteten Task Forces zu intensivieren, da diese die zentrale Implementierungsebene für den globalen Prozess darstellen. Wichtig dabei ist die Frage, wie zukünftig noch verstärkt Entwicklungs- und Schwellenländer, aus der Perspektive der EU vor allem auch die Länder Osteuropas sowie der eurasischen Region, in den Prozess mit eingebunden werden können, um die Breitenwirksamkeit des Marrakesch-Prozesses zu verstärken. Mit der Veröffentlichung des EU Aktionsplans und den damit assoziierten Maßnahmen hat die EU-Kommission ein wichtiges Signal gegeben, um den eigenen Implementierungsstand voranzutreiben sowie weiterhin seine engagierte Rolle im globalen Umsetzungsprozess wahrzunehmen.

Mit Blick auf den bevorstehenden EU-Umweltministerrat am 4. Dezember 2008 wurde eine Vielzahl an Vorschlägen zur Weiterentwicklung der SCP-Agenda in Europa vorgebracht, so z. B. die verbesserte Verknüpfung von Klima- und Ressourcenschutzpolitik, die Stärkung der ökonomischen Instrumente, aber auch die Erweiterung der EuP-Richtlinie auf alle Produkte sowie die konsequentere Anwendung des TopRunner-Prinzips, die bessere Verknüpfung von SCP, Umwelttechnologieförderung und Innovationspolitik, die stärkere Unterstützung zivilgesellschaftlicher Aktivitäten für die Mobilisierung breiterer Bevölkerungskreise in Verbindung mit der Etablierung von Kooperationen mit der Wirtschaft (vor allem mit dem Groß- und Einzelhandel), die Forcierung der Produktkennzeichnung auf europäischer Ebene unter Berücksichtigung globaler Entwicklungen und notwendiger Harmonisierungsbestrebungen, die Berücksichtigung von Gerechtigkeitsfragen in der Ausgestaltung von SCP-Politikansätzen und Instrumenten, die Stärkung der globalen Unternehmensverantwortung.

Vor dem Hintergrund der massiven Auswirkungen der globalen Finanzkrise wurde auch gefordert, zukünftig den Beitrag von SCP für ein soziales und gerechteres Europa stärker als bisher ins Auge zu fassen. Die Ergebnisse werden Eingang finden in das für Herbst 2009 geplanten 4. Internationalen Expertentreffens des Marrakesch-Prozesses, das voraussichtlich in Thailand stattfinden wird, und zum Ziel hat, die Ausrichtung und Roadmap für ein neues, globales 10-Jahresrahmenprogramm für SCP 2012-2021 weiter zu konkretisieren.

 


 

Neue Initiative fordert Supermarktketten zur Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in der Lieferkette auf
In Deutschland verfügen die sechs größten Supermarktketten über einen Marktanteil von rund 90 Prozent. Deren Einkaufs- und Beschäftigungspraktiken will nun die neu gegründete "Supermarkt-Initiative" genauer unter die Lupe nehmen. In ihr haben sich insgesamt 19 Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften zusammengeschlossen, die den Supermarktketten vorwerfen, ihre Einkaufsmacht zu missbrauchen, um ihre Lieferanten unter Druck zu setzen. In Folge der wachsenden Abhängigkeit der Lieferanten seien unfaire Einkaufspraktiken inzwischen weit verbreitet. Zudem würde der Preiskampf auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen. Gerade in Entwicklungsländern, welche viele Güter für den europäischen Markt produzieren, führe dies zu Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen, aber auch in Deutschland würden immer häufiger grundlegende Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern missachtet. Die Supermarkt-Initiative hat daher sowohl die Unternehmen selbst als auch die Politik dazu aufgerufen, die Einhaltung sozialer und Umweltstandards in der Supermarkt-Lieferkette zu gewährleisten. Zudem fordert das Bündnis eine umfassende Prüfung der Einkaufsmacht der Supermarktketten durch das Bundeskartellamt.

Mehr über die Arbeit und die Forderungen der Supermarkt-Initiative erfahren Sie unter: http://www.supermarktmacht.de

 


 

Nachhaltige Geschäftsreisen schonen Umwelt und Firmenkasse
Auch im Zeitalter von Videokonferenzen und Online-Zusammenarbeit machen Geschäftsreisen noch immer einen erheblichen Teil des gesamten Reiseaufkommens aus. So beläuft sich die Zahl der Geschäftsreisen allein im Jahr 2006 auf über 150 Millionen, wobei Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern nicht einmal berücksichtigt sind. Nicht nur aus Umwelt-, sondern auch aus ökonomischer Sicht spricht für Unternehmen einiges dafür, ihre bisherige Geschäftsreisepraxis auf den Prüfstand zu stellen. Die nötigen Informationen dazu liefert ein Leitfaden für umweltverträgliche Geschäftsreisen, den der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) auf der Geschäftsreisemesse "Business Travel Show" in Düsseldorf vorstellte. Unter dem Titel "Geschäftsreisen - erfolgreich, effizient, umweltverträglich" versammelt der Leitfaden nachhaltige Konzepte und konkrete Tipps zur Organisation nachhaltiger Geschäftsreisen von der Reisevermeidung über Kompensationsmöglichkeiten bis hin zur Verkehrsmittelwahl und zur Mitarbeitermotivation. Eine beiliegende CD-Rom enthält zudem Checklisten, einen Kostenrechner sowie vertiefende Hintergrundinformationen.

Unter http://www.vcd.org/geschaeftsreisen können Sie den von BMU und UBA geförderten Leitfaden gegen eine geringe Versandkostengebühr bestellen oder kostenlos herunterladen.

 


 

Stoppt Ausbeutung! UNICEF und TransFair rufen zum Kauf fair gehandelter Baumwolle auf
Unter dem Motto "Stoppt Ausbeutung!" haben das Kinderhilfswerk UNICEF und die Siegelorganisation TransFair Verbraucherinnen und Verbraucher zum Kauf von Kleidung aus fair gehandelter Baumwolle und zu Spenden für Programme gegen Kinderarbeit und für "Fairen Handel" aufgerufen. Die Erlöse sollen der Unterstützung arbeitender Kinder in Indien, Burkina Faso, Ecuador und auf den Philippinen dienen. Mit einem überdimensionalen Riesen-T-Shirt, das an den Adventswochenenden in den Fußgängerzonen verschiedener Städte aufgestellt wird, und der Verteilung von Karten unter dem Motto "Fair punkten", mit denen Kunden ihrem Wunsch nach Kleidung aus fair gehandelter Baumwolle im Geschäft Nachdruck verleihen können, will die Kampagne auf die Zusammenhänge zwischen Billigtextilien und Kinderarbeit hinweisen und Angebot und Nachfrage fair gehandelter Kleidung ankurbeln. Auch wenn sich Umfragen zufolge rund 80 Prozent der Deutschen Angebote aus fairer Produktion wünschen, sind Textilien aus fair gehandelter Baumwolle - im Gegensatz zu anderen Fair Trade-Produkten - in den Geschäften noch wenig verbreitet. Um das zu ändern, wollen UNICEF und TransFair gemeinsam mit der Textilwirtschaft Maßnahmen entwickeln und haben die größten Unternehmen der Branche zum Dialog aufgefordert.

Weitere Informationen unter: http://www.transfair.org/presse/detailseite-presse/article/45/stoppt-ausbe.html

 


 

Rat für Nachhaltige Entwicklung präsentiert Neuauflage des Nachhaltigen Warenkorbs
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat seinen bereits vor fünf Jahren entwickelten Nachhaltigen Warenkorb vollständig überarbeitet und aktualisiert und nun auf seiner Jahreskonferenz die Neufassung vorgestellt. Ziel des Einkaufsführers, den die Beratungsgesellschaft für sozial-ökologische Innovationen (imug) im Auftrag des Rates erstellt hat, ist es, ein nachhaltigeres Konsumverhalten zu fördern. Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten konkrete alltagstaugliche Tipps, die es ihnen erleichtern, im Laden bewusste und nachhaltige Kaufentscheidungen zu treffen. Dabei deckt der Nachhaltige Warenkorb eine breite Palette an Produkten und Dienstleistungen ab und zeigt, wie sich - ob nun beim alltäglichen Lebensmittelkauf, der Entscheidung für ein neues Auto oder bei der Energieversorgung - Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit miteinander verbinden lassen. Wo sich keine eindeutigen Empfehlungen aussprechen lassen, gibt der Leitfaden Verbraucherinnen und Verbrauchern zumindest einfache Faustregeln an die Hand. Er verdeutlicht, dass nachhaltiges Konsumieren bereits heute möglich ist und auch dort, wo es keine perfekten Lösungen gibt, die Suche nach guten Kompromissen weitaus sinnvoller ist, als das Festhalten an alten Gewohnheiten. Gleichzeitig will der Rat für Nachhaltige Entwicklung mit dem überarbeiteten Entwurf des Nachhaltigen Warenkorbs auch den Dialog über nachhaltigen Konsum fördern und hat zu diesem Zweck eine noch bis zum 27. Februar 2009 laufende Online-Umfrage gestartet.

Unter http://www.nachhaltigkeitsrat.de/projekte/eigene-projekte/nachhaltiger-warenkorb können Sie an der Online-Umfrage teilnehmen und den Einkaufsführer entweder direkt herunterladen oder als kostenlose Druckversion bestellen.

 


 

Weltweit gültige Kriterien für nachhaltigen Tourismus vorgestellt
Der Ökotourismus boomt bereits seit Jahren und die Zahl derer, die möglichst umweltschonend urlauben möchten, wächst stetig weiter. Bisher war es jedoch - angesichts einer unüberschaubaren Vielzahl unterschiedlicher Gütesiegel - für Verbraucherinnen und Verbraucher nicht ganz einfach, zwischen Pseudo-Ökotourismus und tatsächlich sozial- und umweltverträglichen Angeboten zu unterscheiden. Im Oktober 2008 hat nun jedoch das vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), der United Nations Foundation, der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) sowie der Rainforest Alliance ins Leben gerufene Partnership for Global Sustainable Tourism Criteria (GSTC Partnership) die ersten weltweit gültigen Kriterien für nachhaltigen Tourismus vorgestellt. Sie sollen einen gemeinsamen Rahmen für nachhaltigen Tourismus schaffen und Mindestanforderungen an Touristikunternehmen hinsichtlich des Schutzes der natürlichen und kulturellen Ressourcen der Welt festschreiben. Die aufgestellten Kriterien zielen vor allem auf die Steigerung der gesellschaftlichen und ökonomischen Vorteile des Tourismus für die Gemeinden vor Ort, die Reduzierung der negativen Auswirkungen auf das kulturelle Erbe und das ökologische Gleichgewicht sowie eine generelle Entwicklungsplanung für mehr Nachhaltigkeit.

Abrufbar sind die Kriterien unter: http://www.sustainabletourismcriteria.org

 


 

Green IT ermöglicht erhebliche Kosteneinsparungen
"Energieverbrauch und Energiekosten von Servern und Rechenzentren in Deutschland" lautet der Titel eines Arbeitspapiers, das der Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) auf der Hightech-Messe in München vorgestellt hat. Die vom Borderstep-Institut erstellte Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass rund 1,8 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland auf Server und Rechenzentren entfallen und sich alleine die Stromkosten für die Unternehmens-IT jährlich auf über 1 Milliarde Euro belaufen. Eine Reduzierung um 20 Prozent ließe sich bereits durch ganz einfache Energiesparmaßnahmen erreichen. Welche enormen Einsparpotenziale Energieeffizienzsteigerungen bei Servern und Rechenzentren insgesamt bieten, zeigt die Gegenüberstellung dreier Szenarien für den Zeitraum bis 2013: gegenüber einem "Business as usual"-Szenario, bei dem lediglich bereits laufende Effizienzmaßnahmen fortgesetzt werden, ließen sich - durch den Einsatz der besten heute verfügbaren Energieeffizienz-Techniken und -Lösungen auf breiter Front - zwischen 2009 und 2013 Stromkosten in Höhe von 3,6 Milliarden Euro einsparen. Statt um 47 Prozent anzusteigen, würde der Stromverbrauch in diesem Zeitraum um rund 34 Prozent sinken. Eine zehnprozentige Absenkung ließe sich bereits durch moderate Effizienzsteigerungen erreichen, falls bei rund der Hälfte der Rechenzentren zumindest ein Teil der heute bereits verfügbaren Best-Practice-Lösungen eingesetzt würde.

Das Arbeitspapier sowie weitere Dokumente zum Themenbereich "Green IT" sind abrufbar unter: http://www.bitkom.org/de/themen_gremien/51049.aspx

 


 

Klimaschonende Autos: ADAC und Greenpeace informieren über Vorreiter und Nachzügler
PS-Monster und Spritfresser sind out. Der Trend auf dem Automobilmarkt geht hin zu effizienten Modellen. Greenpeace und der ADAC liefern neue Anhaltspunkte, welchen Herstellern diese Umstellung bislang am besten gelungen ist. Die Umweltorganisation nimmt dabei für sich in Anspruch, - auf Grundlage der Daten der Europäischen Kommission und des Kraftfahrtbundesamtes - erstmals detaillierte Daten über die CO2-Bilanz einzelner Hersteller in Deutschland zu liefern. Dabei offenbart die Greenpeace-Klimabilanz, dass bis auf den Smart nicht nur alle Marken nach wie vor deutlich über dem - per freiwilliger Selbstverpflichtung - zugesagten Limit von 140 g/km liegen, sondern dass etwa bei Volkswagen, Audi und Porsche der Kohlendioxid-Ausstoß im Flottendurchschnitt zwischen 2002 und 2007 sogar weiter angestiegen ist. Andere Hersteller waren diesbezüglich erfolgreicher, wobei BMW den CO2-Ausstoß seiner Flotte besonders deutlich reduzieren konnte. Vergleicht man die absoluten Zahlen für 2007 liegt Ford im Herstellervergleich mit 155,9 g/km im Flottendurchschnitt vorne, Schlusslicht ist Porsche gefolgt von Audi.

Da die Ermittlung der offiziellen Angaben zu Verbrauch und Abgasausstoß nach Auffassung des ADAC unter wenig realistischen Bedingungen erfolgt und daher kein verlässliches Kaufkriterium sein kann, hat der ADAC in seinem EcoTest 700 Modelle unter wirklichkeitsnahen Bedingungen miteinander verglichen. Als Kriterien dienten der Kraftstoffverbrauch, die Schadstoffemissionen sowie fahrzeugklassenabhängig die Kohlendioxidemissionen. Vorne weg marschierten bei diesem Vergleich - angeführt vom Toyota Prius - die hybridbetriebenen Fahrzeuge der japanischen Hersteller Toyota und Honda. Von europäischer Seite schaffte es lediglich Volvo mit einem erdgasbetriebenen Modell in die Top 5. Skoda, Audi, Mercedes-Benz und VW folgen auf den Plätzen sechs bis zehn und erreichten damit zumindest bei den Fahrzeugen mit Otto- oder Dieselmotor Spitzenwerte.

Freilich handelt es sich bei all diesen effizienten Fahrzeugen um Modelle, die wegen derzeit noch sehr geringer Stückzahlen nur minimal zur Senkung der Flottenemission der jeweiligen Hersteller und der aus dem Autoverkehr resultierenden CO2-Emissionen im Allgemeinen beitragen. Entscheidend für die weitere Entwicklung ist daher, wie schnell die Nachfrage im Massenmarkt für innovative und effiziente Antriebe steigt.

Weitere Informationen zur Greenpeace-Klimabilanz und zum ADAC EcoTest unter: http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=5585 und
http://www.adac.de/Tests/Autotest/Ecotest

 


 

Welcher Fisch kommt auf den Tisch?
Die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher haben schon einmal von der Überfischung der Meere und den Problemen beim Einsatz von Grundschleppnetzen gehört. Wer jedoch im Laden an der Fischtheke oder am Kühlregal steht, ist meist hoffnungslos überfordert, abzuwägen, welcher Fisch aus welchem Herkunftsgebiet aus Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit akzeptabel ist und welcher nicht. Hier will der Greenpeace-Fischratgeber Abhilfe schaffen und mittels detaillierter Informationen über die 40 gängigsten Speisefischarten Kundinnen und Kunden in die Lage versetzen, durch bewusstes Kaufverhalten zum Schutz der Fischbestände beizutragen. Dabei fördert der Ratgeber auch Überraschendes zu Tage. Thunfisch etwa ist je nach Herkunftsgebiet durchaus vertretbar, während der Ratgeber empfiehlt, auf Scholle oder atlantischen Lachs zu verzichten. Ganz bedenkenlos schmecken lassen können sich Fischliebhaber Pangasius, Regenbogenforelle oder Zander.

Der Fischratgeber bietet neben der Bewertung der verschiedenen Fischarten auch kurze und prägnante Hintergrundinformationen. Er steht unter folgender Adresse zum kostenlosen Herunterladen bereit:
http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/meere/Fischratgeber_2te_Auflage__Dez_2008_.pdf

 


 

Projekt "Förderung nachhaltiger Produkte am Point of Sale" abgeschlossen - neues Projekt "CSR im Einzelhandel" gestartet
Im Mai 2008 hat die "Initiative Nachhaltig handeln." das von BMU und UBA geförderte Projekt "Förderung stromeffizienter Produkte am Point of Sale" abgeschlossen. Das Projekt trug dazu bei, nachhaltigen Produkten aus dem Non-Food-Bereich mehr Marktchancen zu verschaffen und nachhaltigkeitsbewusste Verbraucherinnen und Verbraucher und Handelsunternehmen zu mehr Engagement zu motivieren.
Dazu haben viele Aktivitäten und Maßnahmen beigetragen:

  • Das Internetportal http://www.nachhaltige-produkte.de bietet zahlreiche Informationen zu Energie- und Stromeffizienz und zum Einkauf stromsparender Geräte und deren Nutzung. Dazu zählen auch ein Online-Ratgeber zum "Stromsparenden Einkaufen" und ein Strom-Check-Rechner, mit dessen Hilfe sich der Energieverbrauch im Haushalt optimieren lässt.
  • Eine empirische Studie erfasste die Aktivitäten zur Vermittlung von Betriebskosten oder Lebenszykluskosten strombetriebener Geräte. Eine Befragung von 50 Handelsunternehmen konnte außerdem Kenntnisstand und Erfahrungen mit der Angabe von Lebenszykluskosten im Handel ermitteln. Alle Studienergebnisse stehen unter http://www.nachhaltige-produkte.de zur Verfügung.
  • Eine kontinuierliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hat das Thema "stromsparender und klimafreundlicher Konsum" Verbraucherinnen und Verbrauchern, öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen näher gebracht. Dazu gehörten die kostenlose Verbraucherbroschüre "Klimafreundlich einkaufen" und ein Radiobeitrag, den 35 Sender ausstrahlten und 15,5 Millionen Zuhörer empfingen.
  • Kooperationen mit ausgewählten Handelsunternehmen haben zu konkreten Maßnahmen im Handel geführt. Ein gemeinsam mit Quelle entwickelter Energie-Kostencheck für 300 Kühl- und Gefriergeräte steht auf der Internetseite des Unternehmens Verbraucherinnen und Verbrauchern kostenlos zur Verfügung und weist sparsame und umweltfreundliche Produktalternativen aus. Der dm-Drogeriemarkt legte eine Sonderauflage der Broschüre "Klimafreundlich einkaufen" dem Kundenmagazin des Unternehmens bei und verteilte sie somit kostenlos an 850.000 Kundinnen und Kunden.
  • Zwei Expertenworkshops haben den Dialog mit Handel, Marketing, Wissenschaft, Politik und Umwelt- und Verbraucherverbänden gefördert.

Seit Mai 2008 setzt das Projekt "Umwelt- und Sozialverantwortung in Handelsunternehmen - mehr Transparenz durch Verbraucherinformation", kurz "CSR im Einzelhandel" die "Initiative Nachhaltig handeln." mit einem neuen Schwerpunkt fort. Es stellt die aktuelle Diskussion um mehr Umwelt- und Sozialverantwortung von Unternehmen in den Mittelpunkt. Dabei fokussiert es auf Handelsunternehmen, da sie eine zentrale Schnittstelle zwischen Verbrauchern einerseits und Herstellern andererseits darstellen, wenn es um die Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster geht. Anliegen des Projektes ist es, Kriterien für die Bewertung der Umwelt- und Sozialverantwortung im Handel zu entwickeln und aus Verbrauchersicht zu bewerten. BMU und UBA fördern das Projekt.

Ziel ist es, die CSR-Aktivitäten von Handelsunternehmen aus sechs Branchen (Nahrungs- und Genussmittel, Gesundheit und Körperpflege, Heimwerker- und Baumaterial, Textilien und Schuhe, Möbel sowie Informations- und Unterhaltungselektronik) für Verbraucherinnen und Verbraucher transparent zu machen. Neben dem allgemeinen Engagement finden dabei auch die Aktivitäten zur Förderung nachhaltiger Produkte Berücksichtigung. Das Öko-Institut e.V. hat hierzu in einer Studie die zentralen CSR-Kriterien für diese sechs umsatzstärksten Branchen entwickelt. Auf dieser Grundlage findet ab Januar 2009 eine branchenspezifische Handelsbefragung statt. In einem für das Projekt eingerichteten Webportal sind die Ergebnisse der Befragung und zusätzliche Hintergrundinformationen zur Unternehmensverantwortung anschließend verfügbar. Das Verbraucherportal und die begleitende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sollen Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit bieten, sich über das soziale und Umwelt-Engagement des Handels vergleichend zu informieren. So trägt das Projekt zur Stärkung der Verbraucherkompetenz bei und fördert nachhaltiges Handeln. Außerdem werden Handelsunternehmen motiviert, sich nachhaltig zu engagieren.

 


 

Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt
Mit der Frage, wie ein "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt" aussehen kann, beschäftigt sich eine vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie erarbeitete gleichnamige Studie, herausgegeben vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Brot für die Welt und dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED). Ausgehend von der Annahme, dass die Grenzen der ökologischen Belastbarkeit der Erde längst überschritten sind, untersuchen die Autoren, wie durch den Umbau von Produktions- und Konsummustern eine zukunftsfähige Entwicklung in Deutschland eingeleitet werden kann. Zwar sei, so die Autoren, Nachhaltigkeit auch in der Politik in aller Munde, es hapere jedoch vielfach an der Umsetzung, sodass Deutschland noch nicht auf dem Weg zu einem zukunftsfähigen Land sei. Hier bedürfe es verstärkter Effizienzstrategien für Energie und Rohstoffe, nachhaltiger Lebensstile und einer gemeinwohlorientierten Wirtschaftsweise, die nicht in erster Linie auf Wachstum, sondern auf umweltverträglichen Wohlstand setzt. Unter dem Motto "Zukunft fair teilen" wollen die Herausgeber die Nachhaltigkeitsdebatte neu beleben und die Menschen zum Mitmachen animieren.

Die Studie ist für den Preis von 14,95 Euro im Buchhandel erhältlich. Weitere Information sowie die Möglichkeit zum kostenlosen Download einer Kurzfassung bietet die Webseite http://www.zukunftsfaehiges-deutschland.de

 


 

Bauen und Wohnen belastet die Umwelt immer noch mehr als nötig
Der Bau, die Bewirtschaftung und Nutzung von Häusern und Straßen beansprucht immer noch zu viele natürliche Ressourcen und belastet die Umwelt: Nicht nur der weiter hohe Bedarf an fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas für Heizung und Warmwasser vermindert die Umweltbilanz des Sektors "Bauen und Wohnen". Auch die große Nachfrage nach Baumaterialien wie Steine und Erden, Metalle oder Holz trägt dazu bei. Wesentlich entlasten ließe sich die Umwelt, falls vermehrt alte Häuser in den Zentren saniert würden, anstatt neue Gebäude an naturnahen Standorten zu errichten. Neue Wege zu einer dauerhaft umweltgerechten Bau- und Siedlungspolitik beschreibt die neue Broschüre "Nachhaltiges Bauen und Wohnen" des Umweltbundesamtes.

Die Einsparpotenziale sind beachtlich: In den nächsten 25 Jahren ließen sich - ohne
Komfortverluste - die zusätzliche Flächeninanspruchnahme um fast 85 Prozent reduzieren, der jährliche Verbrauch mineralischer Rohstoffe - wie Sand, Ton, Kalk, Kies oder Schiefer - um etwa 30 Prozent und die jährlichen Kohlendioxidemissionen um über 50 Prozent senken. Dazu sind Gebäude zu sanieren und zu modernisieren, die Attraktivität der Siedlungskerne zu steigern und unnötiger Wohnungsleerstand zu vermeiden. Neuansiedlungen sollten verstärkt innerhalb der Siedlungskerne auf Brachflächen stattfinden - zum Beispiel auf ehemals von Industriebetrieben, der Bundeswehr, Bahn oder Post genutzten Flächen sowie in Baulücken.

Die Broschüre ist verfügbar unter: http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3668.pdf

 


 

UNESCO-Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung
Deutschland ist 2009 Gastgeber der "UNESCO-Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung - Startschuss für die zweite Halbzeit der UN-Dekade". Die Konferenz findet vom 31. März bis 2. April 2009 im World Conference Center Bonn statt. Die UNESCO und das Bundesministerium für Bildung und Forschung organisieren die Konferenz in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission. Zu der Konferenz werden 700 Teilnehmer aus allen Weltregionen erwartet.

Hauptanliegen der Konferenz sind:

  • die Erörterung der Relevanz von Bildung für nachhaltige Entwicklung für die Bildungsqualität insgesamt,
  • der internationale Austausch zur Bildung für nachhaltige Entwicklung insbesondere zwischen Ländern des Nordens und des Südens,
  • die Bestandsaufnahme der bisherigen Umsetzung der UN-Dekade und
  • die Entwicklung von Strategien für weitere Aktivitäten.


Ziel ist es am Ende der Konferenz eine Erklärung zu verabschieden, die die Ergebnisse der Beratungen festhält und Leitlinien für die weitere Umsetzung der Dekade vorschlägt. Die Konferenzsprachen sind Englisch und Französisch sowie Spanisch (nur im Plenum) und Deutsch (nur im Plenum).

Zeit: 31. März bis 2. April 2009
Ort: World Conference Center Bonn

Weitere Informationen unter: http://www.esd-world-conference-2009.org/de/ueber-die-weltkonferenz.html

 


 

2. ARENA für NACHHALTIGKEIT
Das Bio-Seehotel Zeulenroda ist vom 19. bis zum 21. März 2009 Schauplatz der 2. ARENA für NACHHALTIGKEIT, der Zukunfts-Konferenz für Mittelstand und Familienunternehmen unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Die Veranstaltung bringt Wissenschaft und Unternehmen zusammen, um den praxisnahen Austausch über Lösungsansätze für ein nachhaltigeres Wirtschaften zu fördern. Ziel ist es, bei den Unternehmen das Bewusstsein zu schärfen für die Herausforderungen, welche die veränderten globalen Rahmenbedingungen mit sich bringen, und die Notwendigkeit, Ökonomie, gesellschaftliche Verantwortung und Ökologie in Einklang zu bringen, um dauerhaft erfolgreich wirtschaften zu können. Thematisch werden dabei Ressourcenproduktivität, ganzheitliches Innovationsmanagement sowie Nachhaltigkeitskultur und Intelligente Netzwerke im Mittelpunkt stehen.

Zeit: 19. - 21. März 2009
Ort: Bio-Seehotel Zeulenroda

Weitere Informationen unter: http://www.nachhaltigkeitsarena.de

 


 

Umweltfachmesse TerraTec in Leipzig
Das BMU ist Schirmherr der vom 27. bis zum 29. Januar 2009 in Leipzig stattfindenden Umweltfachmesse TerraTec, die sich diesmal dem Oberthema "Nachhaltige Lösungen für die Umwelt durch Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft" widmet. Inhaltlich sollen dabei die "Dezentrale Abwasserentsorgung" und die "Energiegewinnung aus Abfällen" im Mittelpunkt stehen. Parallel zur TerraTec findet die Energiemesse enertec statt, die einen Überblick über ganzheitliche Energielösungen für eine zukunftsfähige Energieversorgung vermitteln will und daher eine breite Palette relevanter Energiethemen bedient, darunter auch die erneuerbaren Energien mit dem diesjährigen Fachschwerpunkt Bioenergie.
Beide Messen verstehen sich als wichtige Drehscheibe für den Wissens- und Technologietransfer zwischen West- und Osteuropa, vor allem für mittelständische Betriebe. Schwerpunktland 2009 ist Rumänien.

Zeit: 27. - 29. Januar 2009, 9 - 17 Uhr
Ort: Leipziger Messe, Hallen 2 und 4

Alle weiteren Informationen unter: http://www.terratec-leipzig.de oder http://www.enertec-leipzig.de

 


 

Kommunen aktiv für den Klimaschutz - Energieeffizienz und Energieeinsparung
Am 26. Februar 2009 findet im BMU in Bonn die Fachkonferenz "Kommunen aktiv für den Klimaschutz - Energieeffizienz und -einsparung" statt. Die Veranstaltung wird vom Deutschen Städte- und Gemeindebund in Kooperation mit dem Nordrhein-Westfälischen Städte- und Gemeindebund organisiert und soll als Marktplatz der Informationen für Kommunen dienen. Die Themengebiete Energieeffizienz und einsparung, Contracting und Zugang zu Fördermitteln werden aus kommunaler Sicht beleuchtet, typische Probleme angesprochen und Lösungswege aufgezeigt. Neben Kurzreferaten sieht das Programm viel Raum für vertiefende Gespräche vor. Gelegenheit dazu bietet zum Beispiel die KlimArena, in der Teilnehmerinnen und Teilnehmer über unterschiedliche Ansätze zum Klima- und Umweltschutz diskutieren können.

Zeit: 26. Februar 2009
Ort: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Robert-Schuman-Platz 3, 53175 Bonn

Das Programm zu dieser Veranstaltung ist in Kürze erhältlich. Anmeldungen sind bereits jetzt per Fax: 0228/349815 oder per E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt 95 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.