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Herausforderung Ressourceneffizienz – Informations- und Kommunikationstechnik als Innovationschance Die Publikation „Herausforderung Ressourceneffizienz – Informations- und Kommunikationstechnik als Innovationschance“ ist eine begleitende Veröffentlichung von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt zur Konferenz „Innovationsmotor Informations- und Kommunikationstechnik – Dynamik auch für Ressourcenschonung!“ vom 29.11.2006 im Rahmen des Nationalen Dialogprozesses zur Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster. Sie ist als Sonderveröffentlichung in der Zeitschrift „Ökologisches Wirtschaften“ (4/2006) erschienen und skizziert die Herausforderungen und Chancen der dynamischen Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnik für Ressourcenschonung. Dokument lesen The Future Impact of ICTs on Environmental Sustainability Die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) wird bis zum Jahr 2020 insgesamt nur wenig Einfluss auf Abfallmenge und Energieverbrauch, Transportvolumen und Treibhausgasemissionen in der EU haben. Es sei denn, grundlegende politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen werden so verändert, dass sie die positiven Umwelteffekte von IKT maximieren und gleichzeitig die negativen minimieren. Dies ist Ergebnis einer Studie, die ein vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) geführtes internationales Konsortium im Auftrag der Europäischen Kommission erarbeitet hat. Zentrale Frage der Untersuchung war, inwiefern IKT einen nennenswerten Beitrag zu ökologischer Nachhaltigkeit leisten kann.
Dokument lesen Energieverbrauch und Energiekosten von Servern und Rechenzentren in Deutschland Im Auftrag des Bundesverbands Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) hat das Borderstep-Institut "Energieverbrauch und Energiekosten von Servern und Rechenzentren in Deutschland" untersucht. Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass rund 1,8 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland auf Server und Rechenzentren entfallen und sich alleine die Stromkosten für die Unternehmens-IT jährlich auf über 1 Milliarde Euro belaufen. Eine Reduzierung um 20 Prozent ließe sich bereits durch ganz einfache Energiesparmaßnahmen erreichen. Welche enormen Einsparpotenziale Energieeffizienzsteigerungen bei Servern und Rechenzentren insgesamt bieten, zeigt die Publikation anhand der Gegenüberstellung dreier Szenarien für den Zeitraum bis 2013 auf und verweist auf mögliche Einspareffekte bei den Stromkosten in einer Höhe von bis zu 3,6 Milliarden zwischen 2009 und 2013. Gleichzeitig könnte der Stromverbrauch statt beinahe um die Hälfte anzusteigen um mehr als ein Drittel reduziert werden. Dokument lesen Unternehmensbefragung: Bedeutung des Nachhaltigkeits-Leitbildes für die Informations- und Telekommunikationswirtschaft Das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) und der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) haben eine Umfrage zur Bedeutung des Nachhaltigkeits-Leitbildes für die Informations- und Telekommunikationswirtschaft (ITK-Wirtschaft) durchgeführt. Ziel der Befragung war es, den bereits erreichten Stand der nachhaltigen Entwicklung in der ITK-Wirtschaft in Deutschland zu dokumentieren, fördernde und hemmende Faktoren einer stärkeren Nachhaltigkeitsorientierung zu identifizieren und weitergehende Perspektiven für ITK-Unternehmen sowie BITKOM aufzuzeigen. Dokument lesen Zukunftsmarkt energieeffiziente Rechenzentren Effizienzgewinne in der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) und hier vor allem bei Rechenzentren sind sowohl wirtschaftlich als auch für den Umweltschutz von hoher Bedeutung. Die durch den Stromverbrauch der IKT in Deutschland verursachten CO2-Emissionen betrugen in 2004 bereits über 28 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente und lagen damit bereits deutlich über den CO2-Emissionen des Luftverkehrs. Der Stromverbrauch von Rechenzentren verursachte 2006 in Deutschland CO2-Emissionen in Höhe von 5,6 Millionen Tonnen, wobei ohne zusätzliche Effizienzanstrengungen bis 2010 ein weiterer Anstieg um ca. 50 Prozent zu erwarten ist. Im selben Zeitraum wäre es möglich durch den großflächigen Einsatz heute bereits verfügbarer und bei Vorreitern bereits eingesetzter energieeffizienter Techniken die CO2-Emissionen auf 2,9 Millionen Tonnen im Jahr 2010 zu senken. Betreiber von Rechenzentren könnten so über den Zeitraum von 2007 bis 2010 kummuliert 2,5 Milliarden Euro an Stromkosten sparen. Dabei handelt es sich überwiegend um so genannte „Low hanging fruits“, also leicht realisierbare Maßnahmen, die keine Investitionen erfordern, die über die üblichen Ersatzinvestitionen hinausgehen. Um dies zu erreichen besteht allerdings Handlungsbedarf, den das Borderstep Institut im Auftrag des Umweltministeriums in der Studie "Zukunftsmarkt energieeffiziente Rechenzentren" untersucht hat.
Dokument lesen Greenpeace - Guide to greener electronics In dem „Guide to greener electronics“ untersucht die Umweltschutzorganisation Greenpeace alle drei Monate, in welchem Maße Hersteller von PCs, Handys, TV-Geräten und Spielkonsolen Umweltaspekten Rechnung tragen. Im Mittelpunkt der Prüfung stehen dabei die Vermeidung des Einsatzes gefährlicher Substanzen sowie das Recycling und die Rücknahme nicht mehr genutzter Produkte. Das Ranking offenbart ganz erhebliche Unterschiede zwischen den Vorreitern der Branche und Nachzüglern, bei denen Umweltaspekte nach wie vor kaum eine Rolle spielen.
Die Rangliste sowie weitere Detailinformationen sind einsehbar unter: http://www.greenpeace.org/international/campaigns/toxics/electronics/ how-the-companies-line-up Vorstudien zur Ökodesign-Richtlinie Die Energiebetriebene-Produkte-Richtlinie oder Ökodesign-Richtlinie schafft einen gemeinsamen Rahmen für die Festlegungen von Anforderungen an eine umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte. Rechtlich gesehen ist die Richtlinie eine Rahmenrichtlinie, zu der die Europäische Kommission Durchführungsmaßnahmen erlässt. Um den Erlass dieser Durchführungsmaßnahmen vorzubereiten, hat die Kommission im Frühjahr 2006 eine Reihe von Vorstudien für verschiedene Produktgruppen in Auftrag gegeben. Im IKT-Bereich betrifft dies bisher bildgebende Produkte (Kopierer, Faxgeräte, Scanner, Drucker und Multifunktionsgeräte) sowie Desktop-Rechner, Notebooks und Computer-Monitore.
Die Vorstudien zu diesen beiden Produktgruppen sind abrufbar unter: http://www.ecoimaging.org/ bzw. http://www.ecocomputer.org/ „Green IT“ ist in den Führungsetagen angekommen Die Studie „Going Green: Sustainable Growth Strategies“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) kommt zu dem Ergebnis, dass "Green IT" endgültig in den Führungsetagen der IKT-Unternehmen angekommen ist. Weltweit hatte PwC knapp 150 Manager befragt und dabei festgestellt, dass ökonomische Kriterien die entscheidende Triebfeder sind, die Umweltleistung des Unternehmens zu verbessern. Zwar nannten 51 Prozent der Befragten nach wie vor die Einhaltung gesetzlicher Auflagen als Grund für Umweltschutzbemühungen, doch gewinnen andere Motive mehr und mehr an Bedeutung. Energieeinsparungen und damit verbundene niedrigere Produktionskosten waren für 60 Prozent der Befragten ausschlaggebend, 45 Prozent gaben an auf die verstärkte Nachfrage der Kundinnen und Kunden nach „grünen“ Produkten zu reagieren und 40 Prozent zeigten sich überzeugt, durch eine nachhaltigere Produktpalette ihre Marktchancen erheblich verbessern zu können. Zu diesem Ergebnis kommen auch die Autoren der Studie, die auf das enorme Marktpotential umweltfreundlicher Produkte und Dienstleistungen verweisen, von dem künftig nur jene Unternehmen profitieren könnten, die diesen Trend früh genug erkannt haben.
Die Studie ist hier abrufbar. UNU-Studie weist auf wachsende Elektroschrott-Berge in Europa hin Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist es erfreulich, dass Elektrogeräte immer günstiger werden. Dies führt jedoch auch zu einem immer schnelleren Austausch und damit zu stetig wachsenden Elektroschrott-Bergen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität der Vereinten Nationen (UNU). Sie weist darauf hin, dass 2020 bereits jährlich 12,3 Millionen Tonnen Hightech-Müll in der erweiterten Europäischen Union anfallen könnten. Nur etwa ein Viertel der mittelgroßen Haushaltsgeräte und rund 40 Prozent der Haushaltsgroßgeräte würden in Europa stofflich verwertet oder recycelt. Bei Kleingeräten - wie MP3-Playern oder Föhns - liege die Quote sogar nahe Null. Dabei sei eine Quote von 60 Prozent bei kleinen und mittelgroßen Geräten und 75 Prozent bei Großgeräten wie Kühlschränken und Waschmaschinen durchaus möglich. Der Studie zufolge gibt es bei der praktischen Umsetzung der Europäischen WEEE-Direktive (Waste Electric and Electronic Equipment), die eine Pro-Kopf-Sammelquote von vier Kilogramm vorgibt, innerhalb der EU erhebliche Unterschiede, wobei die neuen Mitgliedsstaaten deutlich hinterherhinkten. Um dem Negativtrend entgegen zu wirken, fordern die Autoren, eine Schärfung des Problembewusstseins bei Verbraucherinnen und Verbrauchern, die Vereinfachung und Harmonisierung der EU-Gesetze sowie einen strikteren Vollzug geltender Gesetze angesichts des illegalen, grenzüberschreitenden Müllhandels. Dokument lesen Assessing the ICT Sector Contribution to the Millennium Development Goals Unter dem Titel „Assessing the ICT Sector Contribution to the Millennium Development Goals“ beschäftigt sich die dritte Veröffentlichung in der Reihe der Wuppertal Reports mit der Verfügbarkeit von Nachhaltigkeitsinformationen zur Bewertung von Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT). Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass die zur Verfügung stehenden quantitativen Informationen den Anforderungen der Stakeholder nicht genügen, da Nachhaltigkeitsaspekte nicht systematisch berücksichtigt und Wirkungsketten vernachlässigt werden. Zudem gewährleisten die angewendeten Schätzungsverfahren keine Transparenz. Die Autoren schlagen verschiedene Ansätze vor, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Ihr Ziel ist es, den IKT-Sektor anzuleiten, Relevanz und Transparenz bei der Berichterstattung zu den positiven und negativen Wirkungen von IKT zu verbessern. Dokument lesen Seltene Metalle - Maßnahmen und Konzepte zur Lösung des Problems konfliktverschärfender Rohstoffausbeutung am Beispiel Coltan Das IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, das Wuppertal-Institut und Adelphi Research haben im März 2007 einen vom UBA in Auftrag gegebenen Forschungsbericht zum Thema "Seltene Metalle - Maßnahmen und Konzepte zur Lösung des Problems konfliktverschärfender Rohstoffausbeutung am Beispiel Coltan" vorgelegt. Das Erz Coltan ist Grundlage für die Herstellung von Tantal, welches vor allem zur Herstellung von Werkstoffen und in der Elektronikindustrie Einsatz findet. Tantal ist unter anderem in Hochleistungskondensatoren für Mobiltelefone und Notebooks enthalten. Der Report beschäftigt sich mit der technischen Relevanz von seltenen Metallen für die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT), der Bedeutung des Coltanabbaus für die Demokratische Republik Kongo sowie den wirtschaftlichen und politischen Verflechtungen der illegalen Coltangewinnung und -nutzung entlang der Wertschöpfungskette. Er liefert darüber hinaus eine Bestandsaufnahme von Maßnahmen und Konzepten zur Lösung des Problems der konfliktverschärfenden Rohstoffausbeutung und leitet daraus umweltpolitische Empfehlungen ab. Dokument lesen SMART 2020: Enabling the low carbon economy in the information age Die Nichtregierungsorganisation "The Climate Group" und die "Global e-Sustainability Initiative" (GeSI), eine Nachhaltigkeitsinitiative von Unternehmen der IKT-Branche, kommen in ihrer gemeinsam vorgelegten Studie "SMART 2020: Enabling the low carbon economy in the information age" zu dem Ergebnis, dass es durch intelligentere Techniknutzung möglich ist, die globalen CO2-Emissionen bis 2020 um 15 Prozent zu senken. Das Einsparpotential für Unternehmen durch erhöhte Energieeffizienz wird auf 500 Milliarden Euro beziffert. Zwar werde der Anteil des IKT-Sektors selbst an den globalen CO2-Emissionen in diesem Zeitraum von zwei auf vier Prozent steigen, gleichzeitig ermöglichten die Nutzungsmöglichkeiten von IKT zur Messung und Verbesserung von Energieeffizienz aber sektorübergreifend Einsparungen in fünffacher Höhe. Besonders große Einsparpotentiale ergeben sich den Autoren zufolge durch intelligente Anwendungen in den Bereichen Gebäudedesign, Logistik, Stromversorgung und Motoren.
Dokument lesen Outline for the first global IT strategy for CO2 reductions In dem Bericht "Outline for the first global IT strategy for CO2 reductions" skizziert der WWF zehn verschiedene IKT-basierte Lösungswege zur Einsparung von insgesamt einer Milliarde Tonnen CO2. Favorisiert werden Lösungen, bei denen negative Nebeneffekte und Folgewirkungen weitestgehend minimiert, wenn nicht sogar unwahrscheinlich sind. Im Kern fordert der WWF daher eine sehr viel umfassendere Auseinandersetzung mit "grüner" IKT, die nicht mehr in erster Linie auf die Produktionsseite und den IKT-Sektor selber fokussiert, sondern auch Innovationen auf der Nachfrageseite anschiebt und IKT zu einem festen Bestandteil der Klimapolitik macht. Dem liegt die Überlegung zugrunde, dass der IKT-Sektor nur für zwei Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich ist. Gleichzeitig können mithilfe der IKT aber intelligente Lösungen bereitgestellt werden, die erhebliche Minderungen in all jenen Bereichen ermöglichen, die die übrigen 98 Prozent der CO2-Emissionen produzieren. Zehn solcher intelligenten Lösungsansätze - etwa in den Bereichen Stadtplanung, Gebäudedesign, Dematerialisierung oder Transport - skizziert der Bericht und verweist dabei auch auf die enormen finanziellen Möglichkeiten, die sich für Unternehmen aus der Erschließung dieser nachhaltigen Zukunftsmärkte ergeben, bislang aber viel zu wenig genutzt werden.
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